17.06.2010
Preisschnäppchen-Bumerang

Die wirklichen Zigarettenschwarzmarkt-Nutznießer sind die organisierte Kriminalität, mit der die Sicherheit aller untergraben wird. So wie wir alle – ob Raucher oder Nichtraucher – für den Steuerausfall durch den Schmuggel über Erhöhungen anderer Abgaben oder die Verminderung staatlicher Leistungen zur Kasse gebeten werden. Mit diesen Botschaften, die eine aktuelle Anti-Schmuggel-Informationskampagne vermittelt, soll mit der Fehleinschätzung des Schmuggels als Kavaliersdelikt aufgeräumt werden.
„Sicher mehrere hundert Millionen Euro“, schätzt Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka bei einer Pressekonferenz in Wien den Schaden, den die rot-weiß-roten Finanzbehörden durch den Zigarettenschmuggel erleiden. Nicht zuletzt deshalb präsentierte er eine neue Kampagne gegen geschmuggelte und gefälschte Glimmstängel. Die Bevölkerung soll in den diesen Wochen und Monaten insbesondere auf die erhöhte Gesundheitsgefährdung und die Finanzierung der organisierten Kriminalität aufmerksam gemacht werden, wenn sie nicht zu legalen Tschick greift, wie man sie nur in der Trafik erhält.
Für diese Informationskampagne kooperieren Finanzministerium, die Wirtschaftskammer, welche die Interessen der Trafikanten vertritt, und der Tabakkonzern Japan Tobacco International (JTI). Etwa 17 Prozent der in Österreich konsumierten Zigaretten werden – einer Erhebung der Wirtschaftskammer folgend – nicht hierzulande versteuert. In Deutschland liegt der Schmuggelzigarettenanteil bei etwa 20 Prozent, in den sechs Bundesländern der ehemaligen DDR bei über 40 Prozent und in Berlin gar bei mehr als 60 Prozent.
Das Fazit für die Initiatoren der Kampagne: Das Schmuggeln von Zigaretten ist im Steigen begriffen… Mehr dazu lewsen Sie in der Juni-Ausgabe der Österreichischen Trafikantenzeitung

TRAFIKANTENZEITUNG
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