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Der neue konstituierte Vorstand des CTÖ will die Branche nun aktiver mitgestalten. Dieser Aufruf ist nur die erste von zahlreichen geplanten Aktionen und Themenschwerpunkten.

Der CTÖ ruft zur Unterstützung des Bundesgremiums auf

12.12.2016

Der Club der Trafikanten Österreichs ruft dazu auf, dem Bundesgremium mit unterschriebenen Unterstützungserklärungen den Rücken zu stärken. Über das Prirschl-Paket hinausgehende Ideen hat man aber auch.

Diese Darstellung will der CTÖ als Diskussionsgrundlage unter Kollegen verstanden wissen – welche im Idealfall in ein konkretes Verhandlungsmandat für das Bundesgremium der Tabaktrafikanten münden soll.

Handelsspanne

Der CTÖ unterstützt den Vorschlag des Bundesgremiums in allen Punkten. Eine Änderung des Spannen- und Steuermodells ist längst überfällig. Dem Tabakeinzelhandel muss wieder die Möglichkeit gegeben werden, von seinem ursprünglichen Geschäftsfeld auch leben zu können. 
Begründung: Die ungenügende Weitergabe der steigenden Tabaksteuer im Verkaufspreis hält nicht mit der Steigerung der allgemeinen Betriebskosten Schritt; die Aufwendungen im Einkauf steigen, Spanne und Ertrag sinken.

Zahlungsziel

Dieses soll per Gesetz auf 20 Banktage ab Zustellung der Ware angehoben werden.
Begründung: Zwischen Groß- und Einzelhandel besteht ein enormer Liquiditätsunterschied. Während der Großhandel die Tabaksteuer erst am 25. des Folgemonats abführen muss, finanziert der Einzelhandel die Tabaksteuer quasi im Voraus. Ein im österreichischen Einzelhandel durchaus übliches Zahlungsziel von 20 Tagen (Durchschnitt 34 Tage) würde die Liquidität der Trafiken verbessern und Spielraum für Investitionen und Nebenartikelkäufe mit hohem Warenumschlag eröffnen.

Freibeträge

Vorzugsberechtigten Trafikanten soll ein steuerlicher Freibetrag in Höhe der Kosten einer Vollzeitarbeitskraft nach KV (38,5 Wochenstunden) eingeräumt werden.
Begründung: Begünstigte Behinderte (mehr als 51 % aller Fachgeschäfte) sollten auch in der Selbstständigkeit als Tabak­trafikant einen mit angestellten Behinderten vergleichbaren Schutz genießen. Eine geeignete Arbeitskraft (= Mitarbeiter) ist erforderlich, um die eigene Leistungsminderung auszugleichen.

Belegerteilungspflicht

Tabaktrafiken sollen von der Belegerteilungspflicht ausgenommen werden.
Begründung: Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften werden von wenigen Großhändlern und Grossisten bezogen, Tabakumsätze von diesen gemeldet. Lotterieprodukte enthalten keine Umsatzsteuer. Bei höherwertigen Nebenartikeln werden schon alleine aufgrund von Garantieansprüchen Rechnungen ausgestellt. Die allgemeine Belegpflicht produziert jedoch nur viel Müll, ohne dem Finanzminister zusätzliche Steuereinnahmen zu bringen.

Wir tragen über die Tabaksteuer sehr viel zum Allgemeinwohl bei. Wir brauchen keine Geschenke, aber wollen Anerkennung in Form einer entsprechenden Entlohnung und eine Basis, auf die man sich verlassen kann. Wir brauchen branchen­internen Zusammenhalt.
Ihre Unterschrift und auch die Ihrer Mitarbeiter zeigen Solidarität zur ­Branche.  Bitte laden Sie die Unterstützungserklärung herunter, füllen Sie sie aus und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift diese Initiative. Lassen Sie auch Ihre Mitarbeiter mitmachen – es sind auch deren Arbeitsplätze.

Friedrich Mizerovsky,Werner Mauser, CTÖ

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