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Ab Mittwoch, 1. April, ist das Tragen von Schutzmasken im Supermarkt verpflichtend.

Maskenpflicht im Supermarkt ab Montag, 6. April 2020

30.03.2020

Ab 6. April 2020 soll das verpflichtende Tragen von Gesichtsmasken die Ansteckungsgefahr für Kunden und Mitarbeiter der Supermärkte reduzieren.

Bei einer Pressekonferenz zum alles beherrschenden Thema Corona hatten Bundeskanzler Kurz, Vizekanzler Kogler, Gesundheitsminister Anschober sowie Innenminister Nehammer diese weitere Verschärfung der Maßnahmen im Kampf um die Eindämmung der Pandemie bekannt gegeben.

Das verpflichtende Tragen von Schutzmasken schützt dabei nicht den Träger, sondern soll die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass durch Husten oder Niesen Viren in den Lebensmittelgeschäften freigesetzt werden und für Kunden sowie Mitarbeiter die Ansteckungsgefahr minimieren. Ein ausreichender Bestand an Schutzmasken soll in jedem Supermarkt (Lebensmittel- und Drogeriefachmärkte mit mehr als 400 Quadratmetern) zur Verfügung stehen und von den Händlern gestellt werden. Der Handel äußerte postwendend Zweifel, die benötigten 4 Mio. Masken pro Tag zeitgerecht zur Verfügung zu haben, was zur Verschiebung der ursprünglich für heute, Mittwoch 1. April, geplanten Maßnahme geführt haben dürfte. 

Maskenpflicht auf dem Rücken des Handels

Aufgrund der Lieferengpässe bei Masken werden viele Handelsbetriebe, insbesondere KMU-Händler und selbstständige Kaufleute, aber auch andere Nahversorger wie Bäcker, Reformhäuser oder Tierfutterhändler, frühestens in den kommenden Wochen mit der Ausgabe an die Kunden starten können. Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will stellt zudem klar: "Die heimischen Händler werden dem Wunsch der Bundesregierung selbstverständlich nachkommen und im Eingangsbereich ihrer Geschäfte Schutzmasken ausgeben, sobald diese in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden können. Sollte die Ausgabe der Masken an die Konsumenten kostenfrei erfolgen, fordern wir eine vollständige Entschädigung für den Ankauf, die Bereitstellung und Ausgabe der Masken – alles andere wäre unfair."

Verpflichtung in allen offenen Geschäften?

Eine Ausweitung dieser Verpflichtung auf andere Zweige des Handels wie etwa die Trafiken und auch auf Lokale mit weniger als 400 Quadratmetern würde von Personal und Eigentümern wohl durchaus begrüßt werden. Das Bundesgremium der Tabaktrafikanten ist in Gesprächen mit allen branchenrelevanten Partnern, damit auch die Trafiken mit Masken beliefert werden können. Informationen zu Themen wie Schutzmaßnahmen und Härtefall-Fonds finden Sie unter www.tabaktrafikanten.at

 

Original erschienen am 30.03.2020: Handelszeitung.
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