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2011 bringt Österreichischen Lotterien Rekordumsatz

11.06.2012

Die Casinos Austria und Österreichische Lotterien Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2011 mit einem neuen Rekordumsatz den höchsten Bilanzgewinn der Unternehmensgeschichte erwirtschaften. Besonders positiv entwickelten sich die Österreichischen Lotterien; der gesamte Casinobereich bilanzierte nach Jahren mit schlechten Auslandsgeschäften zumindest erstmals wieder positiv.

Mit einem Umsatz von 2,899 Milliarden Euro konnten die Lotterien sich über ein Wachstum von 9,7 Prozent freuen. Einschließlich der in- und ausländischen Casinos erwirtschaftete die Gruppe aus 3,47 Milliarden Euro einen Gewinn von 50,04 Millionen Euro. 2010 waren es nur 29,06 Millionen gewesen.
Konzernintern werden der bereits im Herbst 2010 erfolgte Relaunch bei Lotto „6 aus 45“ und die Einführung einer zweiten wöchentlichen Ziehung bei „EuroMillionen“ im Mai 2011 als Gründe für den Anstieg um 12 Prozent gegenüber 2010 genannt. Eine hohe Anzahl an Jackpot-Runden inklusive eines Fünffach-Jackpots sowie ein Europot von 185 Millionen Euro haben dabei natürlich ebenfalls geholfen.

Lotto & EuroMillionen wachsen, das Brieflos marginalisiert sich

Lotto erwirtschaftete mit 654,94 Millionen Euro 22,6 Prozent vom Gesamtumsatz der Lotterien, EuroMillionen wuchs um fast 66 Prozent gegenüber 2010 auf einen Anteil von 10,3 Prozent. Gemeinsam mit dem Joker (6,6 %) machten diese Spiele rund 1,14 Milliarden Euro Umsatz. Weit kleinere Beträge werden von den Losen beigesteuert: Die Rubbellose schafften mit 125,5 Mio. Euro immerhin 4,3 Prozent des Umsatzes, während das Brieflos mit 26,2 Mio. Euro nur noch ein zähes Rückzugsgefecht unterhalb der Ein-Prozent-Marke lieferte.
 
Ungebremster Online-Boom
Überproportionales Wachstum ist bei der Internet-Spieleplattform win2day zu verzeichnen: 585.500 auf win2day registrierte Onlinespieler bedeuten ein Plus von 14 Prozent im Vorjahresvergleich, der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf knapp 1,14 Milliarden Euro. win2day ist mit einem Beitrag von 39 Prozent längst der erfolgreichste Einzelposten in der Bilanz der Österreichischen Lotterien.

Mehr Umsatz durch Online-Lottospieler als durch Brieflose

Auch Lotto, Toto, EuroMillionen und andere „klassische Trafikprodukte“ können online gespielt werden. Die Quote jener „6 aus 45“-Kunden, die diesen Weg wählen, steigt langsam, aber stetig: War es 2009 nur jeder etwa 32. Spieler (3,1 %), der seinen Wettschein nicht mehr in der Annahmestelle abgab, so ist es mit Stand Dezember 2011 jeder Vierundzwanzigste (4,2 %). Damit sind im Vorjahr 27,5 Millionen Euro digital alleine am Lotto verdient worden. Anders formuliert ging den Trafikanten und Annahmestellen durch die auf den ersten Blick klein wirkende Gruppe der Online-Lottospieler mehr als der Gesamtumsatz der Brieflose verloren.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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