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Rausch: „Die Konsumenten und ihre Bedürfnisse haben sich in den vergangenen Jahren stark ver­ändert. Dem müssen Handel und Industrie, aber auch der Gesetzgeber Rechnung tragen.“

"2018 war eine gut genutzte Chance"

10.12.2018

... meint BAT-Chef Roland Rausch im Gespräch. 2019 ist nach jüngsten politischen Entwicklungen nun wohl auch mit der Einführung der Tabakerhitzer in Österreich zu rechnen.

Mit 2018 blicken wir auf ein gutes Jahr zurück – welche Gründe waren letztlich dafür ausschlaggebend?

2018 hat gezeigt, was man partnerschaftlich erreichen kann: Wir hatten als Branche die richtigen Rahmenbedingungen, eine positive Preis- und Handelsspannen­entwicklung, und von keiner Seite wurden Extremforderungen gestellt. Dieses Jahr war eine einmalige Chance, den Tabakmarkt für alle Beteiligten profitabel zu gestalten. Diese Chance haben wir genutzt, und das gilt es in Zukunft fortzusetzen.

Wie sollte ein neues Tabaksteuermodell denn aussehen? Sollte dazu an bestimmten Stellschrauben kräftig gedreht werden?

Ganz im Gegenteil: Eigentlich bräuchten wir nur eine Fortschreibung der Systematik von 2018. Wir haben derzeit ein Steuermodell, das für Industrie, Trafikanten und Finanz gleichermaßen gut funktioniert. Jede übertriebene Änderung würde diese fragile Balance stören.

Derzeit sieht es gut für die überfällige Einführung von Tabakprodukten zum Erhitzen als neue Kategorie aus. Wie ist der Stand der Dinge an dieser Front?

In ganz Europa sind Tabakprodukte zum Erhitzen bereits auf dem Markt. Wir haben als Branche – also in Einigkeit zwischen Trafikanten, MVG und jenen Herstellern, die diese Produkte im Portfolio haben – einen akkordierten Vorschlag für Kategorisierung und Besteuerung vorgelegt. Dieser ist jetzt im letzten Finanzausschuss angenommen worden und soll im Plenum noch im Dezember beschlossen werden. Mit 1. April 2019 könnte somit der gesetzliche Rahmen für die Einführung von Tabakprodukten zum Erhitzen auch in Österreich stehen.

Mit welchem Preisniveau und ­welcher Spannensituation für die Trafikanten ist hier zu rechnen?

Noch ist das Gesetz nicht beschlossen; über die Verkaufspreise kann ich deshalb noch keine Aussagen treffen. Im internationalen Vergleich werden sie sich aber – wie bei den Zigaretten – an der Einkommenssituation und der geopolitischen Lage des jeweiligen Landes orientieren. 
Die Handelsspanne für die Trafikanten wird wohl höher als bei den Zigaretten liegen. Fakt ist, wenn diese Produkte in Österreich nicht auf den Markt kommen, werden sie weiterhin im Ausland gekauft und führen so zu Einkommensverlusten aller und zu geringeren Investitionen. 

 

Das vollständige Interview finden Sie ab 14. Dezember in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung.

 

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