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Die Preise steigen manchmal, dann werden sie wieder zurückgenommen. Darunter leiden Marken, Wertschöpfung, Trafikanten und Budget.

Alle Jahre wieder - Preisspirale nach unten

15.12.2015

Im aktuellen Verdrängungswettbewerb der Industrien will diesmal bei den Big Packs jeder der Billigste sein ...

Die Verpflichtung, ab Jahresbeginn 2016 nur noch Zigaretten mit Packungsinhalten von 20 oder 25 Stück auszuliefern, hat die jüngste Entwicklung offenbar befeuert. Philip Morris steckte eine weitere Zigarette in die Packung der Marlboro XL, beließ den Preis aber auf dem alten Niveau von 5,50 Euro. Der äquivalente 20er-Packungspreis der Sorte sank damit auf 4,40 Euro. Für die anderen Marktteilnehmer war damit ein Startschuss gefallen. „Um den Preisabstand zum Marktführer einzuhalten“, lautete die nahezu einstimmige Begründung.

Absurde Situation
Für die Konsumenten ergibt sich nun die absonderliche Konstellation, aus einem breiten Angebot gleich teurer Marken wählen zu können. Um den beliebtesten Big-Pack-Preis von 5,00 Euro kann der Raucher zwischen vom Markenwert so unterschiedlichen Zigaretten wie Winston, Lucky Strike oder Batton wählen. Hier liegt das 20er-Äquivalent bei genau 4 Euro. Eine Marke ragt – zumindest derzeit noch – tapfer aus den Preisniederungen: Die Camel XL leistet sich mit 5,50 Euro den gleichen Verkaufspreis wie Marktführer Marlboro. Bei der Winston hatte JTI dem Konkurrenzdruck nachgegeben und seine günstigere Marke von 5,20 auf 5,00 Euro gesenkt.

Ein Spiel mit Folgen

Nicht zuletzt durch das Anwachsen der Big Packs nimmt der Prozentsatz des Billigpreissegments ungebremst weiter zu – bald tummeln sich rund 70 Prozent der Marken ganz unten. Dies hat Auswirkungen auf den WAP 2016, den jede Preissenkung im Vorjahr ein Stück weiter herunterzieht.
Doch auch der Finanzminister veranschlagt aufgrund seiner eigenen Tabaksteuererhöhungen für jedes Folgejahr höhere Einnahmen. Und dies könnte der Punkt sein, an dem – obwohl schmerzlich für die Einnahmen – der Preiskrieg der Industrie den Trafikanten längerfristig in die Hände spielt. Werden die Budgetziele durch ungenügende Einpreisung der wachsenden Tabaksteuer nicht erreicht, so muss die Finanz reagieren.

Den vollständigen Artikel finden Sie ab 18. Dezember in der aktuellen Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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