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Die Übernahmepläne der Novomatic für die Casinos wurden vom Kartellgericht ausgebremst.

Aus für Übernahme der Casinos Austria durch Novomatic

31.08.2016

In einer beispiellosen Einkaufstour wollte der niederösterreichische Automatenanbieter Novomatic Mehrheitseigentümer der Casinos Austria werden. Das Kartellgericht stoppte die Übernahme nun.

Novomatic-CEO Harald Neumann: "Unter diesen Auflagen würden beide Unternehmen leiden."

Novomatic hatte sich durch Vereinbarungen mit Anteilseignern der Casinos Austria rund 40 Prozent, das tschechische Bieterkonsortium Komarek/Smejc rund 11 Prozent gesichert. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte schon früh verlauten lassen, dass diese „Einkaufstour“ der Novomatic nur unter Auflagen möglich sein würde und gab die Entscheidung in diesem Fall an das Kartellgericht – das Oberlandesgericht Wien – weiter.

Das Gericht folgte der Empfehlung seines Gutachters, aufgrund eingeschränkten Wettbewerbs hohe Auflagen für die Übernahme zu machen. So wurden der Verkauf von Novomatic-Standorten in Tschechien sowie Einschränkungen bei den Video Lottery Terminals der Casinos Austria verfügt. Doch gerade diese VLT-Standorte befinden sich im Aufbau und zeigen eine höchst positive Entwicklung.

So nicht

„Diese Auflagen wären für die Novomatic-Gruppe wirtschaftlich nicht vertretbar und hätten auch eine weitere positive Entwicklung der Casinos Austria behindert.“ meint Novomatic-CEO Harald Neumann. „Trotz monatelanger Verhandlungen zu Auflagen konnte leider keine Einigung erzielt werden. Eine österreichische Lösung ist damit wohl vom Tisch.“ Kritisiert wird, dass es sich beim Glückspiel um keine normale Wettbewerbssituation, sondern um ein gesetzliches Monopol handle – und dieser Unterschied sei bei der Entscheidung des Kartellgerichts nicht ausreichend berücksichtigt worden. Man behält sich jedenfalls Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts vor.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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