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Ein Entwurf für ein Secessionsplakat, als das Rauchen noch ganz selbstverständlich zur Gesellschaft gehörte.

Ausstellung "Flüchtige Schönheit" - Kunst & Design der 20er-Jahre

18.11.2015

Von 19. 11. 2015 bis 29. 02. 2016 zeigt die Sammlung Leoopold Packungsentwürfe, Kunst und Design aus den wilden 20er-Jahren.

Entwurf von Bertold Löffler für die Dames.
Die Frauenzigarette Asta mit ihren lippenstiftfesten roten Seidenmundstücken und Innenbild.

JTI kann dabei auf einen reichhaltigen Fundus zurückgreifen, den die Österreichische Tabakregie und später die Austria Tabak seit 1873 gesammelt haben. Die kulturhistorische Sammlung von Objekten und Kunst mit Tabakbezug besteht aus über 10.000 Objekten, von denen viele nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Designwettbewerb 1928
Im Zentrum der Ausstellung steht jener Künstlerwettbewerb, dessen Ergebnisse die ehemals altbackenen und oft noch aus der Monarchie stammenden Verpackungen der heimischen Zigaretten modernisieren und für die Raucher wieder attraktiver machen sollten. 40 Künstler, darunter viele große Namen aus Seccession und Hagenbund, Künstlerinnen der Wiener Werkstätten und des Werkbundes, nahmen sich auf innovative und zeitgemäße Weise des Themas Zigarette an. Wenig überraschend wurden nicht die innovativsten und mutigsten, sondern eher die mehrheitsfähigeren Vorschläge umgesetzt, dennoch lobten internationale Fachmedien für Grafik und Gestaltung damals Österreich als "Schrittmacher auf dem Gebiet der Tabakpackungen".
Diese Designexponate ergänzen die Kuratoren Sabine Fellner und Georg Thiel um andere Werke der beteiligten Künstler aus dem Bestand der Sammlung Leopold. Diese finden sich teils auf der Innenseite der damals üblichen Klappschachteln wieder und machen mit städtischen und ländlichen Motiven aus ganz Österreich eine frühe Form der Fremdenverkehrswerbung. Die Zigarettenschachtel demokratisierte die Kunst - jeder konnte sich ein Stück "Kunst für die Westentasche" leisten.

Harter Kontrast
Was gestalterisch auf Sondereditionen zum deutschen Katholikentag und einer anlässlich des Papstbesuches erschaffenen Cigarre "Pontifex Maximus" begann wurde rasch der neue Stil der Zeit - passend zum Ständestaat, der statt reduzierter Designlösungen die Porträts von Kanzler und Finanzminister auf den Packungen abdruckte.
Am Vorabend der TPD2-gerechten Zigarettenpackungen (viel Warnung, wenig Design) vermittelt die Ausstellung einen hochinteressanten Blick in eine Zeit mit einem völlig anderen Lebensgefühl. 

Die Ausstellung im wiener Museumsquartier / Sammlung Leopold ist täglich außer Dienstag von 10-18 Uhr sowie am Donnerstag von 10-21 Uhr geöffnet.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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