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Hannes Hofer wurde im Finanzministerium für weitere drei Jahre als Geschäftsführer der MVG wiederbestellt.

„Bei der Trafikvergabe zeichnen sich Lösungen ab“

19.10.2021

Wir haben MVG-Geschäftsführer Hannes Hofer angesichts seiner Wiederbestellung auf weitere drei Jahre und wichtiger Problemfelder zum Gespräch gebeten.

Gratuliere zur Wiederbestellung als MVG-Chef. Wie ging es Ihnen in der Zeit, als Ihr alter Vertrag ausgelaufen und die Wiederbestellung noch nicht klar war? 

So etwas ist nie eine leichte Zeit, aber für mich ist das nichts Neues: Ich bin seit mittlerweile 20 Jahren im Public-Management-Bereich, und das ist das fünfte Mal, dass ich mich einer Ausschreibung gestellt habe.

Was waren in den vergangenen Jahren die Erfolgsfaktoren, aber auch die Lehren aus Ihrer Arbeit?

Das ganz Wichtige im Monopol ist, dass alle Player in der Branche dieselben grundsätzlichen Werte teilen: Wir tragen Verantwortung für den Einzelhandel mit sensiblen Genusswaren, aber darüber hinaus auch für Aspekte wie Gesundheit, Jugendschutz und soziale Ausrichtung. Zu den Werten gehört auch der Stil der Kommunikation – als wertschätzender Dialog in beide Richtungen.

Wird in Zusammenarbeit mit dem Juristen-Team langsam klarer, wie die „Trafikvergabe neu“ aussehen kann? Wie realistisch ist das Ziel, das Prozedere bis November neu organisiert zu haben?

Grundsätzlich zeichnet sich ab, wohin die Reise gehen kann. Wir haben zwei bis drei Varianten, die möglich wären. Es ist ein sehr produktiver Prozess, mit Experten nach einer Lösung zu suchen. Die soziale Ausrichtung – also die Vergabe an Behinderte – ist dem Vergaberecht ja nicht fremd. Das ist die erste gute Nachricht. Bei der Laufzeit sind wir auch sehr zuversichtlich; längere Laufzeiten sollten möglich sein. Es gibt auch Lösungsansätze für die Frage, wie Angehörigenrechte (Anm. d. Red.: § 31) mit dem Vergaberecht kombiniert werden können.

Zeitlich gibt es zwei Themenblöcke: Bei Ausschreibungen bin ich optimistisch, das im November zu schaffen. Die Neuregelung der Angehörigenrechte könnte länger dauern, weil sie Gesetzesänderungen erfordert.

Das Bundesgremium fordert seit Längerem die Monopolisierung der Nikotinpouches – wie sieht es an dieser Front aus?

Die MVG wünscht sich das genauso. Bei diesem Thema ziehen TrafikantInnen, Industrie und MVG an einem Strang. Die erforderliche Novelle des Tabakmonopolgesetzes hat für mich höchste Priorität – und wir haben dazu sogar aus dem Gesundheitsministerium Unterstützung! Das Ziel ist, das zumindest bis zum ersten Halbjahr 2022 geschafft zu haben. Aber wir sind hier sehr abhängig von der Politik.

 

Das vollständige Interview können Sie ab 22. Oktober in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.
 

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