Direkt zum Inhalt
Gut, dass die Stadt Wien - Stichwort "Stadthallenbad" - keine anderen Sorgen hat ...

„Dampfen verboten!“

18.03.2014

In den Schwimmbädern der Stadt Wien herrscht schon seit längerer Zeit ein Rauchverbot für klassische Tabakwaren. Dieses soll künftig auch für das Dampfen von E-Zigaretten gelten - auch wenn diese Produktgattung per definitionem tabakfrei ist. (oe24.at, mh)

Die Begründung von Bäder-Chef Hubert Teubenbacher klingt kurios: „Nachdem immer mehr Gäste auch rund ums Schwimmbecken an ihren E-Zigaretten zogen und nicht zu eruieren ist, ob nur Wasserdampf oder auch Nikotin freigesetzt wird“ sollen nun auch die Dampfer in die spärlichen Raucherbereiche verbannt werden.

 

Wer also dampft und damit weder Verbrennungsprodukte aufnimmt noch in die Umgebungsluft abgibt soll also künftig entweder zur Enthaltsamkeit gezwungen oder mit den ohnehin „bösen Rauchern“ zusammengepfercht werden.

Ein Verweis auf die „negative Vorbildwirkung der Konsumenten von E-Zigaretten“ für die hunderten Kinder, welche die Bäder jeden Tag besuchen, fehlt in der Argumentation natürlich ebenfalls nicht.


Unkenntnis der Sachlage
Nikotin wird so rasch vom Körper aufgenommen, dass sich in der Atemluft von Dampfern mit Nikotinliquids nach Studien nur noch ein Anteil von 2-3 Prozent nachweisen lässt. Ein Passivrauchen findet also schon konzeptbedingt gar nicht statt. Macht nix – hier zählen Polemik und political correctness allemal mehr als die Realität.

Mobilmachung gegen E-Zigaretten
Offenbar reicht inzwischen selbst die vermutete (bzw. unterstellte) Konsumation von Nikotin schon aus, um von Verboten betroffen zu sein. In zahlreichen Ländern wie Brasilien, aber auch einzelnen Städten sind E-Zigaretten verboten. Los Angeles hatte erst kürzlich beschlossen, dass auch das Dampfen in allen Bereichen mit Rauchverbot (Bars, Restaurants, Arbeitsstätten, öffentlichen Gebäuden etc.) verboten ist. Zahlreiche Fluglinien haben den E-Zigaretten auch schon den Kampf angesagt – angeblich, weil sich sonst die Raucher diskriminiert fühlen würden.

Der Kampf gegen den Tabak hat längst groteske Züge angenommen …

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Meldungen
24.03.2020

JTI hatte als erstes Unternehmen die geplanten Preiserhöhungen kommuniziert und wäre über das Portfolio um 20 Cent gegangen. Nun wurde die Tabaksteuer neu auf den Herbst verschoben und die ...

Tabakmonopol-Chef Hannes Hofer wechselt derzeit zwischen MVG-Büro und home-office.
Meldungen
23.03.2020

Die Trafikantenzeitung hat bei MVG-Geschäftsführer Hannes Hofer nachgefragt, wie es den Trafikanten mit den neuen Regelungen zur COVID19-Situation geht, wie die Kundenfrequenz beurteilt wird und ...

Die Parlamentarier haben die Erhöhung der Tabaksteuer und damit auch die höheren Zigarettenpreise kurzfristig in den Oktober dieses Jahres verschoben.
Meldungen
20.03.2020

Das österreichische Parlament hat das aktuelle Tabaksteuermodell vom 1. April auf den 1. Oktober 2020 verschoben. Die bereits verkündeten Preiserhöhungen für Zigaretten und andere Tabakprodukte ...

Das System erkennt den Messbereich und zeigt die Temperatur sofort an.
Thema
18.03.2020

Ideal wäre es für Geschäfte, kranke Kunden schon am Eingang erkennen und nach Hause schicken zu können. Derartige Systeme gibt es schon jetzt.

Thema
17.03.2020

Eine US-Studie hat untersucht, wie lange Covid-19-Viren auf unbelebten Oberflächen lebensfähig sind.

Werbung