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Nicht nur im Beförderungsmittel, sondern auch im Stationsbereich - unter freiem Himmel - soll die Konsumation von E-Zigaretten künftig verboten sein. Es könnte ja böses Nikotin inhaliert werden!

Dampfen verboten!

21.09.2015

Die Wr. Linien verschärfen ihre Hausordnung: Ab 1. Oktober dieses Jahres werden die E-Zigarette sowie ihre Konsumation der klassischen Tabakzigarette gleichgestellt, also verboten.

Bei Verstößen drohen Strafen in Höhe von 50 Euro – genauso wie für Betteln, Musizieren, das Trinken von Alkohol und viele andere Punkte. Das betrifft nicht nur die Verkehrsmittel selbst, sondern auch sämtliche Stationsbereiche. In geschlossenen tiefgeschossigen U-Bahn-Stationen mag ein Rauchverbot ja noch nachvollziehbar sein – in zugigen offenen Stationen der U-Bahnen, noch mehr aber im nicht einmal wettergeschützten Stationsbereich von Bussen und Straßenbahnen entbehrt jedoch schon das Rauchverbot jeder vernünftigen Grundlage.
Wird nun das Dampfen von E-Zigaretten (bekanntlich ohne jegliche Rauchentwicklung) dem Rauchen gleichgestellt, so müsste auch das Inhalieren von Asthmasprays verboten werden – auch in ihnen werden Glycerin und Propylenglykol zerstäubt. Doch in Wahrheit geht es wohl nur darum, allfälligen Beschwerden hysterischer Fahrgäste sowie einem etwaigen allgemeinen Dampfverbot in geschlossenen Räumen zuvor zu kommen. Die Begründung der Wiener Linien, die neue Hausordnung solle „durch einfachere und klarere Formulierungen verständlicher werden“, ist so realitätsfremd wie verlogen.
Einmal ganz allgemein gefragt: Warum müssen immer die Verbote zunehmen, wenn etwas „vereinheitlicht“ wird? MH

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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