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Das Handelsspannen-Modell des Bundesgremiums

19.09.2016

Die Forderung nach einer fixen 15-Prozent-Spanne steht schon länger im Raum. Bundesgremialobmann Josef Prirschl rechnet nun die Auswirkungen seines Stufenplans vor.

Aus der Industrie wurde die Forderung nach einer Handelsspanne von 15 Prozent, bei gleichzeitiger Aufgabe des zwischen Industrie, Großhandel und Trafikanten geteilten Wirtschaftsnutzen-Modells, bislang gerne als schlecht durchdacht und nicht marktverträglich abgekanzelt. Bundesgremialobmann Josef Prirschl konkretisiert nun seine Forderungen: Stufenweise soll ab 2017 die Mindesthandelsspanne wachsen und die Handelsspanne in zwei Schritten 2018 und 2019 auf 15 Prozent angehoben werden. Die Abhängigkeit vom Wirtschaftsnutzen soll 2018 beendet werden. 

Die Mindesthandelsspanne

Sie liegt derzeit bei 0,498 Euro für Tabakfachgeschäfte (TFG) und 0,27 Euro für Verkaufsstellen (TVS). Der Plan des Bundesgremiums sieht eine deutliche Erhöhung mit Jahresbeginn 2017 auf 0,588 Euro für TFG und 0,306 Euro für TVS vor. In einem weiteren Schritt im April 2017 würde sie weiter auf 0,616 Euro für Fachgeschäfte und 0,32 Euro für Verkaufsstellen anwachsen.

Mit 2018 sollte die Handelsspanne 14 Prozent, ab 2019 schließlich 15 Prozent des Kleinverkaufspreises betragen.
 

Die Auswirkungen auf den Markt

Heute 4,10 Euro kostende Zigaretten hätten Anfang 2017 einen KVP von 4,30 Euro und würden im April 2017 4,40–4,50 Euro kosten. Die 14-Prozent-Spanne würde den Preis auf 4,60 Euro und ab 2019 (15 %) auf 4,80 Euro heben. Im mittleren Preissegment von 4,50 Euro liegen die Schritte bei 4,60, 4,70, 4,90 und 5,0–5,10 Euro. Am wenigsten hart trifft es das obere Preissegment, welches von heute 5 Euro erst im April 2017 zunächst auf 5,20 Euro und dann in weiteren Schritten auf 5,40 und 5,50 Euro erhöhen müsste.
Nach der Rechnung des Bundesgremiums würde der im Interview von BAT-Chef Tino Zanirato (Trafikantenzeitung 08/2016) genannte Wert also erreicht, ein harter Einzelsprung des Verkaufspreises um 50 Cent oder mehr würde aber ausbleiben. Der nominelle Abstand der einzelnen Preisklassen würde sich zudem nicht verändern.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie ab 23. September in der Druckausgabe der Trafikantenzeitung.
 

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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