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Nicht nur Neueinsteiger kommen in den Genuss der Förderung, auch längjährig angestellte Mitarbeiter mit Behinderung sind förderwürdig

Das ist neu beim Solidaritäts- und Strukturfonds

11.09.2015

 
Mit der Neuordnung des Fonds werden auch behinderte Neotrafikanten sowie die Anstellung behinderter Mitarbeiter gefördert.

Es ist noch Geld im Topf – rund sieben Mio. Euro. Die zahlreichen Stilllegungsprämien und die seltener gewährten Überbrückungshilfen haben bei weitem nicht alles aufgebraucht. Nun kommen zwei neue Bereiche dazu, welche dezidiert behinderten Menschen zugedacht sind: die Förderung behinderter Inhaber von Tabakfachgeschäften sowie die Förderung für behinderte Mitarbeiter von Tabakfachgeschäften.

Eigentümerförderung
Nach 1. April 2015 unbefristet bestellte Tabakfachhändler mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent oder mehr, welche bisher noch kein Tabakfachgeschäft betrieben haben, können rückwirkend um verschiedene Förderungen ansuchen. Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach Bestellung eingelangt sein.

Förderungen sind für folgende Investitionen möglich:

* Erstbevorrätigung von Tabakwaren und Nebenartikeln bis zu einem Wert von 10.000 Euro.
* Die Herstellung der Barrierefreiheit des Geschäftslokals sowie sonstige behindertenfreundliche Adaptierungsmaßnahmen können bis zu einer Höhe von 30.000 Euro gefördert werden. Vom Förderungswerber ist zumindest ein Betrag von 5.000 Euro zu tragen.

Die genannten Beträge verstehen sich jeweils ohne Umsatzsteuer. Dem Ansuchen sind Rechnungen sowie für die Beurteilung des Ansuchens wichtige Unterlagen beizufügen. Die Entscheidung obliegt dem Beirat des Fonds.

Mitarbeiterförderung
Ab 1. April 2015 erfolgte Neueinstellungen von Mitarbeitern mit einem Behinderungsgrad ab 50 Prozent können gefördert werden. Dazu muss die Beschäftigung mindestens 12 Monate ununterbrochen andauern. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sind nicht förderwürdig; die Anträge dafür müssen jeweils innerhalb von drei Monaten nach Erstanstellung und für jedes weitere Jahr innerhalb der ersten drei Monate erfolgen.

Die Höhe des Zuschusses beträgt:

* 10% der Lohnsumme, jedoch max. 1.000 Euro für das erste Beschäftigungsjahr
* 15% der Lohnsumme, jedoch max. 2.000 Euro für das zweite Beschäftigungsjahr
* 20% der Lohnsumme, jedoch max. 3.000 Euro für das dritte und jedes weitere Beschäftigungsjahr

Im Klartext bedeutet das: Je länger ein förderungswürdiger behinderter Mitarbeiter in der Trafik angestellt ist, desto mehr Zuschuss erhält der Tabakfachhändler als Belohnung. Eine für alle Seiten gute und sozial sinnvolle Idee.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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