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Die enttäuschte Hoffnung auf das legendäre Zahlungsziel von 10 Tagen hatte Anfang dieses Monats für reichlich Aufregung gesorgt.

Das neue, alte Zahlungsziel

15.04.2015

Von der Neuregelung des Zahlungsziels für Bestellungen beim Großhandel hatten sich zahlreiche Trafikanten deutlich mehr erhofft, als nun geboten wird.

Die Änderung des § 8 Absatz 8 des Monopolgesetzes hatte bei vielen Trafikanten Hoffnungen genährt, die Großhändler würden künftig ein Zahlungsziel von 10 Tagen oder bis zur nächstfolgenden Lieferung einräumen.
Sieht man sich den Gesetzestext jedoch genau an, so ist keine diesbezügliche Verpflichtung zu erkennen: "Der Kaufpreis ist spätestens anlässlich der nächstfolgenden Lieferung/Zustellung zu entrichten, jedoch nicht später als 10 Tage nach der Lieferung/Zustellung." Das Gesetz gibt also einen Höchstrahmen an, mehr nicht. Bei nächster Lieferung oder nach 10 Tagen MUSS der Großhändler also den vorherigen Rechnungsbetrag einziehen - zu einer Gewährung dieses maximalen Zahlungsziels ist er jedoch durch das Gesetz nicht gezwungen!

Probleme
Ein flexibles Zahlungsziel ist für die Großhändler mit sehr großem Aufwand verbunden, also nicht administrierbar. Dazu kommt, dass die Möglichkeit zur täglichen Bestellung mit 24-Stunden-Lieferung laut Gesetz nicht mehr gegeben ist, wenn nicht gleichzeitig die vorherige Lieferung bereits bezahlt ist. Aus diesen Gründen haben die meisten Großhändler am bisherigen Zahlungsziel von 2 Tagen festgehalten - ganz in Übereinstimmung mit dem Monopolgesetz.

Zahlungsziel zugeteilt
Einen anderen Weg geht Branchenprimus Philip Morris. Anhand ihrer Bestellintervalle wurden die Trafikanten "eingeteilt": Bei wöchtentlicher Bestellung (60 bis 199 Gebinde) gibt es 7 Tage Zahlungsziel, bei 14tägigen Intervallen (weniger als 60 Gebinde) 10 Tage. Für die Vielbesteller geht sich das naturgemäß nicht mit der nächsten Lieferung aus: Bei zwei Bestellungen pro Woche gibt es ein Zahlungsziel von 3, bei dreimaliger Bestellung eines von 2 Werktagen.

Die Vollversion dieses Artikels finden Sie ab 17. April in der neuesten Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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Jacek Olczak ist gebürtiger Pole, Wirtschaftswissenschaftler und seit 2003 für Philip Morris tätig. Von 2006 bis 2009 war er Managing Director PMG, von 2009–2012 Präsident der EU-Region. 2012–2017 war er CFO; in dieser Zeit hat er auch den Iqos-Launch in Japan mitbegleitet. Vor der Übernahme des Chefpostens Anfang Mai 2021 war er zwei Jahre lang Chief Operating Officer des Konzerns.
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