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Die kompakten Labels können die Farben Schwarz, Weiß und Rot ohne Energieverbrauch darstellen. Weitere Infos für die Verkäufer können ebenfalls konfiguriert werden.

Das Preisschild mit Anbindung an die Warenwirtschaft - SeeMe in der Praxis

23.08.2017

Gut 150 Trafikanten stehen bereits auf der Warteliste für das elektronische Preisauszeichnungssystem SeeMe von Trup Design. In zwei Trafiken läuft es bereits. Wir waren für einen Lokalaugenschein bei Barbara Stift in Gramatneusiedl.

Barbara Stift schätzt den Komfort von ein paar Klicks statt mehrerer Stunden Aufwand.

Barbara Stift betreibt ihre Trafik seit mittlerweile zehn Jahren. Die junge Frau ist nach einem Unfall auf ihren Rollstuhl angewiesen und weiß den Komfortgewinn durch SeeMe sehr zu schätzen: „Früher haben wir für die Abwicklung von Preisänderungen mehrere Stunden gebraucht. Man muss die Etiketten ausdrucken, alles mehrfach kon­trollieren und dann die neuen Preise anbringen. Mit einem Bein bin ich da auch immer auf Hilfe angewiesen gewesen. Mit SeeMe kann ich die Umstellung bequem vom Computer aus bewerkstelligen und bin in ein paar Minuten fertig."

Die Technik

Die vom Hersteller als „Labels“ bezeichneten Displays funktionieren nach dem gleichen E-Ink-Prinzip wie E-Book-Reader: Die Darstellung benötigt keinen Strom; dieser fließt nur bei Veränderungen wie Design- oder Preisumstellungen. So soll die typische Laufzeit einer Knopfzellen-Batterie unglaubliche sieben Jahre betragen, und eine Ersatzbatterie kostet nur 20–30 Cent. Trup Design bietet die Labels in Größen von 3 x 3 Zentimetern bis zum Format eines typischen Smartphones. Die sechs verfügbaren Größen können die Farben Schwarz, Weiß und Rot darstellen. Zum Paket gehört zudem ein Sender, der – ähnlich wie eine WLAN-Basisstation – etwaige Preisänderungen kabellos übermittelt.
 

Anbindung an die Warenwirtschaft

Die Schnittstelle zum Kassensystem muss vom jeweiligen Anbieter programmiert werden. Bislang funktioniert diese Kooperation nur mit Toptech-Kassen. „Wir haben im Jänner damit begonnen, die Schnittstelle für SeeMe zu programmieren“, lässt Simon Traber hinter die Kulissen blicken. „Ändern sich die Preise, so wird die Warenwirtschaft aktualisiert. Die neuen Preise müssen dann vom Trafikanten für die Übertragung auf SeeMe freigegeben werden und erscheinen auf Knopfdruck.“
Damit das System weiß, welches Display an welchem Ort sitzt, müssen Labels und der jeweilige Eintrag in der Warenwirtschaft per Scanner „verheiratet“ werden. Wird das Regal neu sortiert, so kann entweder das Label mitgenommen oder die neu positionierte Ware mit dem dortigen Label verlinkt werden. 
 

Kosten & Zeitplan

„Den größten Brocken machen die Labels aus“, schickt Trup-Chef Pfatschbacher voraus. „Zwar kosten die Displays pro Stück nur zwischen 11 und 15 Euro, aber bei 200 bis 400 Stück pro Geschäft kommt da durchaus etwas zusammen. Wir kalkulieren derzeit einen attraktiven Preis für ein Grundpaket, in dem dann die Labels und die Sendestation enthalten sein werden.“ Der großflächige Rollout von SeeMe ist für den Herbst 2017 geplant.

 

Die vollständige Geschichte ist ab 25. August in der Printausgabe der Trafikantenzeitung nachzulesen.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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