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Die Schonfrist kommt für die Trödler gerade noch rechtzeitig - aber auch die Jahresmitte 2016 kommt schneller als man denkt. Die Tabakbranche ist jedoch schon gut aufgestellt.

Das Problem mit der Handelsspanne

22.10.2014

Viele Marken verlagern sich preislich nach unten, Neueinführungen finden ohnehin nur noch im untersten Preissegment statt. Das hat schmerzliche Auswirkungen auf die Handelsspanne der Trafikanten. Wie lässt sich das ändern? (mh)

... bei einem KVP von 4 Euro bleiben dem Trafikanten nur noch 2/3 davon.

Mit einem Anteil von 53 Prozent am Wirtschaftsnutzen liegen die österreichischen Trafikanten im Europavergleich einsam voran. Von rund einem Euro pro Packung, der nach Abzug der Steuern zwischen Hersteller, Großhandel und Fachhändler aufzuteilen ist, geht mehr als die Hälfte an die Trafikanten. Die Sache hat jedoch gleich mehrere Haken:

 

  • Auch Preisspiele der Industrie werden zu 53 Prozent auf dem Rücken der Trafikanten ausgetragen.
  • Der ungebrochene Trend zum unteren und untersten Preissegment (60 % Marktanteil) sorgt dafür, dass etwa gleich viele Zigarettenpackungen zum sinkenden Durchschnittspreis verkauft werden.
  • Für eine wachsende Anzahl von Marken liegt die Handelsspanne exakt auf oder nur noch knapp über der Mindestspanne.

Der Wirtschaftsnutzen als Falle
In Zeiten einer klaren Dreiteilung des Marktes in oberes, mittleres und unteres Preissegment war das Modell des Wirtschaftsnutzens durchaus sinnvoll: Am obersten Preisdrittel wurde schön, am mittleren gut und am unteren ausreichend verdient – in Summe ergab sich eine Handelsspanne, mit der man leben konnte.
Mittlerweile hat sich der Wirtschaftsnutzen jedoch zur Falle entwickelt: Das obere Segment pendelt nur noch um die 20-Prozent-Marke und das mittlere Preissegment ist im Begriff, bald vollends zu verschwinden. Nur der Billigbereich wächst rasch. Noch mehr Anteil am Wirtschaftsnutzen wird gegen die Industrie nicht durchzubringen sein, die von ihren jetzt verbleibenden 47 Prozent Herstellung, Marketing, Personal sowie Großhändler bezahlen muss. Zigarettenpreise, welche schneller als die Tabaksteuer wachsen, könnten das Problem für alle Beteiligten entschärfen und der Handelsspanne Erholung verschaffen – die Erfahrung der vergangenen Jahre macht jedoch wenig Hoffnung, dass dies endlich passieren könnte ...

Der vollständige Artikel ist in der Printausgabe 10/2014 der Trafikantenzeitung nachzulesen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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