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Das Tabakjahr 2019 im Rückblick

03.03.2020

Am 3. März luden MVG und Bundesgremium zur Jahresrückschau – mit speziellem Fokus auf die Auswirkungen des Gastro-Rauchverbots.

Das Vorjahr brachte mit einem Tabakwarenumsatz von 3,2 Mrd. Euro ein zartes Plus von 0,3% oder 10 Millionen Euro. Die Zigaretten wuchsen mit 0,2%, Feinschnitt mit 0,5%, Cigarren mit 1,4% und sonstiger Tabak (vor allem Shisha) mit 9 Prozent. Dumm nur, dass die Zigaretten für 93,7 Prozent aller Tabakumsätze verantwortlich sind und aufgrund von Preisanhebungen im Billigsegment einen Preisanstieg von gerade mal 5 Cent zu verzeichnen hatten. In den vergangenen acht Jahren ist der durchschnittliche Packungspreis von Zigaretten somit um 1,122 Euro angestiegen.

Die Handelsspanne

Die Spanne der Trafiken legte um 2,0 Prozent bzw. 6 Mio. Euro zu und folgt damit dem langjährigen Stagnationstrend, der nur durch das erfolgreiche Jahr 2018 unterbrochen worden war. „Seit 2010 haben wir – mit Ausnahme von 2018 – einen Realverlust der Kaufkraft hinnehmen müssen.“ zog Josef Prirschl ein kurzes Fazit. „2019 sind wir also mit einem blauen Auge davongekommen.“

Das Gastro-Rauchverbot

Die Folgen des totalen Rauchverbots in Lokalen sind mittlerweile bezifferbar: Im November 2019 war der Tabakumsatz im Jahresvergleich um 9,5 Prozent eingebrochen. Das Plus von 2,5% im Dezember wurde jedoch vom Minus in Höhe von 5% im Jänner 2020 mehr als wettgemacht – unterm Strich bleibt alleine für diese drei Monate ein Umsatzminus von 3,6 Prozent. Besonders hart hat es aber den Shisha-Markt erwischt: Wohl durch den Wegfall der Shishabars ist hier ein Minus von satten 13 Prozent zu beobachten.

Bundesobmann Josef Prirschl: „Das absolute Rauchverbot in der Gastronomie hat auch Auswirkungen auf die Trafiken, daher sind Maßnahmen zu unserer Existenzsicherung seitens der Regierung dringend erforderlich.“

CBD aus der Trafik

Ein Hoffnungsträger wäre der legale Hanf-Markt. Während MVG-Chef Hofer den nicht der Tabaksteuer unterliegenden Bereich der Lutschsäckchen sowie der E-Zigaretten auf jeweils 80 Mio. Euro schätzt wären rauchbare CBD-Produkte deutlich interessanter: „Die machen derzeit rund 150 Millionen Euro aus.“

Den Trafikanten und ihrem Bundesgremium ist der Wildwuchs bei Hanfshops ein Dorn im Auge, wie Josef Prirschl ausführt: „Den Löwenanteil der verkauften Produkte macht rauchbarer und damit eigentlich trafikenpflichtiger Hanf aus, der zwar als Aromaprodukt deklariert, aber von den Headshops gemeinsam mit Grindern und Papers verkauft wird. Und wer glaubt, dass sich die Leute fünf Gramm CBD-Blüten für 60 Euro kaufen und diese dann offen rumliegen lassen oder zum Schnuppern verwenden?"

Für den Verkauf in den Trafiken würde es ein legales, beim Finanzministerium gemeldetes Produkt mit einer Preiskundmachung brauchen. Und eine Politik, die geltendes Recht durchsetzt.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie ab 20. März in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantezeitung.

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