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Der schlimmste Fall: Der vordere Regalanschlag verdeckt die Marke, während Schockbilder und Warnhinweise sichtbar bleiben.

Das TPD2-Zigarettenregal - die aktuellen Systeme

19.04.2016

Zahlreiche Trafikanten möchten angesichts der künftigen Schockpackungen ihre Warenpräsentation verändern. Wir stellen die derzeit erhältlichen Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Die Marke wird angestrahlt, TPD2-Elemente bleiben im Dunkeln.
4-5 Packungen hoch können bis zu drei Stapel im Schacht untergebracht werden - ohne Sicht auf Schockbilder

Die Konsumenten haben die neuen Packungen mit ihren unappetitlichen Fotos und überdimensionierten Textwarnungen nur vor Augen, wenn sie sich eine Packung kaufen oder eine Zigarette herausnehmen wollen. Die Trafikanten werden tagtäglich auf Wände dieser Scheußlichkeiten blicken – noch dazu im eigenen Geschäft. 

Da die Form der Warenpräsentation (zumindest derzeit noch) nicht reglementiert ist, liegt der Gedanke nahe, diesen Freiraum zu nutzen. Es muss dabei nicht unbedingt die „Russenlösung“ von Erich Unterkofler sein, der die Packungen einfach auf dem Kopf stehend – und damit mit großteils verdeckten Schockbildern – ins bestehende Regal schlichten will …

Die Ladenbauer und Shopausrüster haben sich ebenfalls ihre Gedanken gemacht. So werden grob gesprochen Lichtlösungen, liegende Varianten sowie stehende Präsentationsversionen mit einer den Schockteil der Packungen abdeckenden Blende angeboten. All diese Ansätze haben ihre Meriten, aber auch ihre individuellen Schwächen. Es kommt im Einzelfall auf Faktoren wie Budget, Prioritäten bei Auffüllung und Entnahme, Regaltiefe und Lichtsituation an.

Lichtlösung

Mittels genau platzierter LEDs ist es möglich, die vorderste Packung im Regal sehr gezielt zu beleuchten: Die Marke wird angestrahlt, Warnhinweise und Schockbilder bleiben im Schatten. Dieser Ansatz wird bei Pirker als „Lichtraumprofil“, bei Trup als „High-LIGHT“ angeboten.

Vorteile: Bestückung und Entnahme wie gewohnt, Umrüstung bestehender Systeme möglich

Nachteile: Schockbilder bleiben sichtbar, 1 Pkg. weniger Raum im Schacht, funktioniert nur in dunkler Umgebung

Liegend

Deckel und Boden der Packung müssen keine Warnhinweise tragen, stattdessen sind sie in der Farbe der Sorte gehalten und zeigen das Markenlogo – warum also nicht diese Seite gezielt präsentieren? Bei Trup nennt sich dieser Ansatz „SLO-MO“, bei Pirker „Slow-Motion Pusher“.

Vorteile: rasches Nachschlichten/Entnehmen auch mehrerer Pkg. gleichzeitig möglich, Schockbilder und Warnhinweise unsichtbar

Nachteile: Umrüstung von Fachtrennern und Vorschub nötig, bei Regaltiefe <36 cm gehen sich nur zwei Stapel mit 100s Zigaretten aus

Abdeckung

Bei Pirker´s „Next“ werden die Packungen wie gewohnt stehend präsentiert. Eine tief heruntergezogene Blende verdeckt nur die Text- und Bildwarnhinweise, während die Marke selbst sichtbar bleibt. Die Blenden können bedruckt werden, was die optische Anpassung an das Farbschema des Verkaufslokals, saisonale Lösungen wie Oster-, Urlaubs-, Herbst- oder Weihnachtsmotive sowie die Verwendung als Werbefläche ermöglicht

Vorteile: Glasregale weiterverwendbar, unverändertes Fassungsvermögen, vielseitig gestaltbar

Nachteile: Nachschlichten und Entnahme nur einzeln (von/nach schräg unten) möglich

 

Den vollständigen Artikel finden Sie ab 22. April in der aktuellen Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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