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Bis Mai 2018 sollen gute Rahmenverträge mit Kaffeeanbietern für die Trafikanten abgeschlossen und das Heissgetränk freigegeben sein.

Der Fahrplan zum "Kaffee aus der Trafik"

20.02.2018

Das Thema geistert schon länger durch die Branche. Nun haben MVG und WKO die Marschrichtung für die baldige Umsetzung im Detail dargelegt.

„Wir möchten ja schon seit Jahren Kaffee in die Trafiken bekommen“, erklärte ­Prirschl. „Herr Hofer ist aber der erste MVG-Chef, der diesem Thema nicht ablehnend gegenübersteht. Wir sind also mit unserem Gremialbeschluss zu ihm gekommen und haben nun das weitere Vorgehen erarbeitet.“
„Unser Ziel ist es, diese Produktgruppe nicht nur zu erlauben, sondern professionell einzuführen“, erläutert Hofer. „Am Kaffee sollen die Trafikanten verdienen, nicht nur die Lieferanten. Dazu wollen wir die Marktmacht der 2400 Fachgeschäfte gegenüber künftigen Anbietern nutzen und attraktive Rahmenverträge ausverhandeln. Diese kann jeder Trafikant dann zu deutlich besseren Konditionen abschließen, als er sie per Einzelanfrage erhalten würde. Eine Verpflichtung ist aber nicht geplant – jede Trafik wird sich ihren Lieferanten frei aussuchen können.“

Umfrage & Ausschreibung

Mit 13. Februar 2018 wurden Fragebögen ausgesendet, welche Interessenslage und Bedarf der Trafikanten abklären sollen. Diese Bedarfserhebung soll bis Ende Februar abgeschlossen sein – wer seinen ausgefüllten Bogen noch nicht retourniert hat, sollte dies also bald tun!
Inhalt des Fragenkatalogs sind prinzipielle Fragen: Wollen die Trafikanten den Kaffee überhaupt? Welche Formen der Zubereitung kommen infrage: Filterkaffee, Automaten, Tab- oder gar vollwertige Kaffeehausmaschinen? Soll der Kaffee in Selbstbedienung oder über das Personal zu haben sein? In Plastikbechern zum Mitnehmen oder in Tassen zur Konsumation vor Ort?

Der Zeitplan

Die Ergebnisse der Befragung werden Anfang März dieses Jahres ausgewertet und dienen als Basis des Leistungsverzeichnisses für die Ausschreibung. Vermutlich werden Lieferanten für mehrere Varianten gesucht – es sollte also für jeden Trafikanten eine sinnvolle und vor allem profitable Lösung gefunden werden. Dabei können durchaus auch bisherige Großhändler – alleine oder mit einem Partnerunternehmen – bei entsprechendem Angebot zum Zug kommen.
Einige Eckdaten ließen Hofer und Prirschl allerdings schon im Gespräch durchblicken: Lauwarmer Filterkaffee wird die Kunden kaum begeistern, und an privaten Tab-Maschinen lässt sich bei realistischem Verkaufspreis zu wenig verdienen. Für professionelle Kaffemaschinen nach dem Vorbild der Kaffeehäuser fehlt in den Geschäften meist ebenso der Platz wie für Kaffeetische. Es dürfte also in Richtung „Coffee to go“ aus platzsparenden 
Automaten welcher Art auch immer gehen.
Bis Mai 2018 sollen die Verträge mit allfälligen Lieferanten ausgehandelt und der Kaffee in den Nebenartikelkatalog aufgenommen sein. 

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