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Kurz vor der Bremszone am Ende der Start-Ziel-Geraden sind die Wagen über 300 km/h schnell.

Die 300 km/h schnelle Alternative

03.07.2019

Die Partnerschaft zwischen Formel-1-Rennstall McLaren und British American Tobacco beschleunigt die Nontabak-Produkte des Konzerns in mehrfacher Hinsicht.

BAT-Chef Rausch freut sich über den prominenten Auftritt seines jüngsten Produktes.

Wer erinnert sich an die Zeit, als BAT sogar seinen eigenen, recht erfolgreichen, Rennstall hatte? British American Racing, kurz BAR, wurde vom Tabakwerbe- und Sponsoringverbot 2006 beendet.

Innovation fährt prominent im Kreis

2019 hat der Tabakkonzern unter völlig anderen Vorzeichen einen neuen Anlauf in die höchste Autorennklasse unternommen: Mit McLaren wurde ein mehrjähriger Partnerschafts-Vertrag abgeschlossen, in dessen Rahmen auch bei Technologie, Innovation und Design eng zusammen gearbeitet werden soll. Für den Neo-E-Zigaretten-Anbieter BAT ist unter anderem auch die Batteriekompetenz des Rennstalls interessant.

Auf den Rennwagen soll im Rahmen der nationalen und internationalen Rechtsvorschriften für „A Better Tomorrow“ – also das wachsende Portfolio potenziell risikoreduzierter Produkte – geworben werden, wie Österreich-Chef Roland Rausch erklärt: „Nur wenn die Raucher auf diese Produkte aufmerksam gemacht werden, können sie sich für ihre Verwendung entscheiden. Mit dem McLaren-Formel-Eins-Team haben wir einen Partner, mit dessen Hilfe wir Bewusstsein, aber auch Innovation und Transformation noch weiter vorantreiben können.“

Harm Reduction

Dass klassisches Zigarettenrauchen nicht gesundheitsförderlich ist, darf längst als bekannte Tatsache vorausgesetzt werden. Viele Raucher können oder wollen aber nicht vom Nikotin lassen - für sie bieten sich mit E-Zigaretten, Nikotinlutschsäckchen sowie Tabakerhitzern Produkte mit einer nachweislich um bis zu 95 Prozent reduzierten Gesundheitsschädlichkeit an. Die Gesundheitsbehörden zahlreicher Länder und mittlerweile sogar die WHO haben das Prinzip der Risikominimierung nun auch für die Tabakfrage angenommen: Wenn schon Nikotinkonsum, dann am besten möglichst "harmlose" Produkte. Konsequenter Weise müsste dann aber der Gesetzgeber den Anbietern solcher alternativer Nikotinprodukte auch die Möglichkeit einräumen, die Existenz sowie die möglichen Vorteile dieser Produkte gegenüber den Rauchern zu kommunizieren. BAT-Chef Rausch meint dazu: „Diese Transformation erfordert auch einen Wandel im Dialog zwischen Industrie, Politik und Gesundheitsbehörden sowie Information und Aufklärung in Richtung Konsument. Ich wünsche mir einen sachlichen und faktenbasierten Dialog über die Entwicklungen und das Potenzial alternativer Tabak- und Nikotinprodukte.“

Gastauftritt in Österreich

Zum Österreich-Grand-Prix am Red Bull-Ring in Spielberg waren die charakteristisch orange-blauen McLaren erstmals seit Kooperationsbeginn bei uns zu sehen. Roland Rausch hatte an den drei Tagen von Training, Qualifying und Rennen verschiedene Gäste in die Obersteiermark geladen und zeigte sichtlichen Stolz: Auf den Seitenflächen sowie seitlich am Frontspoiler prangte unübersehbar der Markenschriftzug der Nikotinlutschsäckchen Lyft.

Dass dann noch beide jungen Fahrer mit den Plätzen 6 und 9 in den Top 10 und somit in den Punkterängen landeten machte die Freude auch auf Seite des Rennstalls perfekt.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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