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Das Team nach der konstituierenden Sitzung - die Landeschefs von Wien, Nieder- und Oberösterreich stehen nun an der Spitze der Berufsvertretung.

"Die Lebensfähigkeit der Geschäfte steht im Mittelpunkt."

15.12.2015

Nach einem halben Jahr im Amt haben wir das Team Prirschl zum Interview gebeten - ein Rück- und Ausblick.

Prirschl und Schiefer arbeiten eng zusammen - schon alleine im Hinblick auf ihre benachbarten Bundesländer.
Erwin Kerschbaummayr ist gemeinsam mit Otmar Schwarzenbohler für die Aus- und Weiterbildung zuständig. Neben seinem Bundesland, versteht sich ...

Können Sie nach knapp einem halben Jahr an der Spitze der Berufsvertretung der Trafikanten ein erstes Resümee ziehen? Wie fällt dieses aus?
Prirschl: Es ist intensiv, spannend und herausfordernd – besonders beeindruckt hat mich, wie viele engagierte Trafikanten man in meiner Position kennenlernt. Und dass so viele Kollegen trotz aller Schwierigkeiten grundsätzlich positiv eingestellt sind.
Schiefer: Es ist so spannend wie erwartet, aber die Arbeit ist mehr. Es gibt viele kleine Sachen, die mit hohem Zeitaufwand verbunden sind, gleichzeitig aber wichtiges Feedback über die wahren Probleme der Trafikanten geben.
Kerschbaummayr: Ich hatte anfangs Sorgen, ob ich das kapazitätsmäßig packe. Durch mein Team in OÖ ist es aber kein Problem – ich habe viel Unterstützung.

Was sind in Ihren Augen die wichtigsten „Baustellen“, an denen rasch etwas weitergehen muss? 
Prirschl: Ganz wichtig ist mir die Wirtschaftlichkeit der Trafiken, gefolgt von TPD2 und dem Jugendschutz. 
Schiefer: Beim Thema Lotterien stört mich deren Umgang mit uns und, wie sie sich bei der Umsetzung der Kassenrichtlinie verhalten. Bei Zeitungen und Zeitschriften haben sich die Probleme mit Lieferungen und Rechnungen zwar gebessert, die Gesamtsituation ist aber immer noch schlechter als vor Cargoe. Und bei den Big Packs frage ich mich: Warum dürfen die Trafikanten keinen Rabatt geben, die Industrie aber sehr wohl? Noch dazu auf dem Rücken von uns Trafikanten und dem Budget?
Kerschbaummayr: Es gibt aber auch im Bereich der Schulung von Trafikanten und Mitarbeitern genug zu tun. Dazu lassen wir alle immer noch zu viel Geschäft aus unseren Trafiken hinausmarschieren.

Sie verlangen auch vor dem Hintergrund des Preiskriegs bei den Big Packs eine fixe Spanne von 15 Prozent. Mit welchen Argumenten können Sie überzeugen?
Schiefer: Das Wirtschaftsnutzen-Modell war zu Austria-Tabak-Zeiten gut, als es keine Konkurrenz gab. Mit der Differenzierung der Industrien hat sich diese Berechnungsbasis überholt und öffnet nun Preisspielchen Tür und Tor. Wir fordern deshalb eine Anbindung der Spanne an den Verkaufspreis, die Mindesthandelsspanne ab 4,40 Euro und eine fixe Bindung an Steuererhöhungen. Damit wäre ausgeschlossen, dass Erhöhungen der Tabaksteuer nicht aufgepreist werden.
Prirschl: So wie es heuer aussieht, könnten erstmals die Budgetzahlen des Finanzministers bei der Tabaksteuer nicht erreicht werden. Noch dazu steigen die Sollzahlen ja jährlich an – und das kann bei einer nur teilweisen Weitergabe der Tabaksteuererhöhungen durch die Industrie nicht funktionieren. Beim derzeitigen Steuermodell schlucken Finanz und Trafikanten vier Fünftel jeder Preissenkung – von 10 Cent einer Preisreduktion zahlt die Industrie gerade mal 2 Cent aus der eigenen Tasche. Hier klafft eine deutliche Lücke zwischen Preishoheit und Verantwortung.

Das vollständige Interview finden Sie ab 18. Dezember in der aktuellen Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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