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Die neue SEPA-Lastschrift

14.01.2014

Schon seit Jahren ist man gewohnt, im Bankverkehr zweigleisig zu fahren: Kontonummer und Bankleitzahl im Inland, IBAN und BIC im Ausland. Mit 1. Februar 2014 sollten Kontonummer und BLZ Geschichte sein. Nun räumt die EU eine Übergangsfrist bis 1. August 2014 ein. 

Unter dem für „Single Euro Payment Area“ stehenden Kürzel SEPA wird seit 2008 der Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union harmonisiert. In der Praxis ersetzen nicht nur IBAN und BIC die bisherigen Nummern für Kontonummer und Bankleitzahl, auch die Lastschriften werden völlig neu aufgestellt: Künftig gibt es die „Basisversion“ SEPA Direct Debit Core, welche immer bei Geschäften mit Endverbrauchern zum Einsatz kommt und optional auch zwischen Unternehmen verwendet werden kann. Und SEPA Direct Debit B2B, das ausschließlich für Geldgeschäfte von Wirtschaftstreibenden dient.

 

Teufel im Detail

Die „Businessversion“ SEPA Direct Debit B2B erlaubt keine Rückabwicklung, die Basisversion SEPA Direct Debit Core bietet wie gehabt 42 Tage Einspruchsfrist. Allerdings werden Unternehmen durch einen weiteren Unterschied nicht eben dazu animiert, ihren Partnern die Endverbraucherlösung Core anzubieten: Denn bei Core muss die Lastschrift der Schuldnerbank mindestens 2-5 Tage vor Fälligkeit vorliegen, bei B2B nur einen Werktag – mit dem Effekt, dass beispielsweise ein Großhändler mit B2B deutlich schneller als mit Core an das Geld des Trafikanten kommt.

 

Aufwändige Vorbereitung

B2B ist für die Großhändler mit ziemlichem Aufwand verbunden, muss doch von jedem Kunden, von dessen Konto ab 1. Februar Geld abgebucht werden soll, ein gültiges Mandat eingeholt werden. Angesichts der Zahl von Trafikanten in ganz Österreich werden hier viele Daten und noch mehr Papier hin und her geschickt. Denn das Mandat ist nur schriftlich gültig und kann nicht per Telefon oder E-Mail erteilt werden.

 

Alles bereit?

Die Lieferanten der Trafikanten sind sich des Themas sehr bewusst und bereiten die Umstellung gerade vor oder sind schon damit fertig. Allerdings berichten alle Großhändler von ausständigen SEPA-Formularen – und die Erfahrung zeigt, dass es sich dabei wohl häufig um die gleichen Personen handelt, die generell ein wenig schleißig im Umgang mit diesen Dingen sind.

Nun hat zwar die EU kurz vor der verpflichtenden SEPA-Einführung nochmals die Reissleine gezogen, da zahlreiche Länder die Umstellung absehbarer Weise nicht zeitgerecht geschafft hätten – bis 1. August 2014 wurde die Übergangsfrist verlängert. Zeit, die genutzt werden will.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Druckausgabe der Trafikantenzeitung, Ausgabe Dezember 2013. (mh)

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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