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Die Trafikanten sind eine Solidargemeinschaftund diese muß auch als solche gelebt werden...

04.05.2008

Seit rund einem Monat ist die Solidaritätsfondansage von Ende November des Vorjahres in ein Regelwerk gegossen die "Österreichische Trafikantenzeitung" veröffentlichte dieses zeitgleich mit dem Amtsblatt der "Wiener Zeitung" und diskutierte nunmehr die Details mit Dr. Fritz Simhandl, dem Geschäftsführer der Monopolverwaltungsgesellschaft. Schwieriger als die Fondsordnung zu realisieren scheint es jedoch, einen gemeinsamen Nenner für die Werbeordnung zu finden. Warum dem so ist und woran sich die Geister scheiden, versuchten wir im zweiten Teil dieses Gesprächs zu ergründen darauf hoffend, daß bis zu Redaktionsschluß dieser Ausgabe auch eine Lösung für die noch strittigen Punkte gefunden wird. Das Gespräch führtePeter Hauer.

Im wesentlichen haben wiruns bei der Formularerstellung des Ansuchens auf einAufzeigen beschränkt,das signalisiert:Ja, ich will!
Da die Importeure und der Großhandel mehrfach durch Rauchverbote und dasSchüren einer raucherfeindlichen Gesinnung bedroht wird, ist es für mich eigentlich nur schwer zu verstehen, daß man sich nicht besser organisiert.
Daß die Feuerzeugverordnungein absoluter Treppenwitz und eine bürokratischeLachnummer ist, steht für mich außerZweifel.

Mit einer Werbeordnung würde auch das Verhalten der Marktteilnehmer auf einen mitteleuropäischenUmgang miteinandergeregelt.

Mit der Bewertung derWerbe-Tools versucht man das kleinste gemeinsame Vielfache zuvereinbaren.

Eine Vereinbarung mit dem Großhandel, ein Werbemittelkatalog mit Kontrahierungszwang und die Umsetzung in den Standesregeln: Das sind jene drei Werbeordnungsvarianten mit denen die aufgrund des Trafikanten-Pakets erlaubte Geldannahme für Tabakwarenpromotion in der Trafik geregelt werden könnten. Derzeit werden dem "Gentlemans Agreement" die "Österreichische Trafikantenzeitung berichtete in ihrer letzten Ausgabe die größten Chancen eingeräumt. Wie dieses aussehen könnte, lesen Sie umseitig. Noch fehlen die Unterschriften des Großhandels, noch spießt es sich an der Ausklammerung der Industrie, aber man ist zuversichtlich, einen Konsens zu finden. Die Kontrahierungszwang-Alternative, die übrigens von politischer Seite dem Finanz-Staatssekretariat favorisiert wird, könnte als rechtlich und auch sonst bedenkliche Rute im Fenster eine Einigung beschleunigen. Würde doch der etwa von der Verkehrsbetriebe-Personenbeförderung her bekannte Kontrahierungszwang eine Rechtsgrundlage dafür schaffen, daß der Trafikant aus einem Katalog Werbemittel bestellen kann. Die daraus resultierenden Kosten soll nach den Vorstellungen von Finanzstaatssekretär Matznetter die seiner Meinung nach offensichtlich im Überfluß lebende Industrie tragen, was im Wege einer Verordnung geregelt werden könnte. Um eine solche Gräben aufreißende Lösung zu verhindern, wird daher eine Vereinbarung mit dem Ziel einer gerechten Verteilung der Werbemittel unter den Aspekten der Erhaltung des Monopols und der Handelsspanne angestrebt. In einem jedenfalls sind sich die Verhandlungspartner, das Gremium und die Grossisten einig. Nämlich darin, daß die Werbeordnungs-Diskussion durch eine Gleichsetzung von Werbung mit Ware insoweit inhaltlich verkehrt geführt worden sei, als die Bedachtnahme auf die den Umsatz steigernde und somit dem Trafikanten zugute kommende Wirkung auch einer Gratiswerbung völlig in den Hintergrund abgedrängt wurde. Eine Rückbesinnung darauf bleibt also dem einzelnen Trafikanten vorbehalten.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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