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Mit gutem Beispiel voran: Philip Morris erhöhte die Preise seiner Kernmarke – an der sich der gesamte öster­reichische Tabakmarkt orientiert – um 20 Cent. Die anderen Anbieter zogen großteils voll mit.

Die Zigarettenpreise ab April 2017

21.03.2017

Mit 1. April gilt der neue WAP von 4,58 Euro sowie die Anhebung der spezifischen Steuer um drei Euro pro Tausend. Nun heben nicht nur die beiden Marktführer die Verkaufspreise im erhofften Ausmaß an.
 

Das Wichtigste vorab: Die Branchenleitmarke Marlboro wird mit Monatswechsel 5,20 Euro kosten, macht also einen Schritt um volle 20 Cent. Diesen Preis werden King Size, 100s, Mix und Advance Blue tragen. Die Big Pack 24s steigen auf 5,70 Euro, dazu kommen Marlboro, Marlboro Gold und Marlboro Silver Blue in 23-Stück-Packungen um 5,50 Euro. Das softe Fine Pack und die Touch kosten künftig 5,00 Euro. Mit Chesterfield, Philip Morris und L&M steigen auch die Preise der anderen Marken des Hauses um 20 Cent für die Standardpackung. Die Big Packs von Chesterfield werden als 24s neu 5,20 Euro kosten, die neuen 23s in Red und Blue haben einen KVP von 5,00 Euro.

JTI zieht voll mit
Auch die Nummer zwei geht den vollen 20-Cent-Schritt quer über das Portfolio. Von oben nach unten reihen sich nun Benson & Hedges Gold für 5,40 Euro, American Spirit, Casablanca, Dames und Meine Sorte in der 5,20-Preisklasse, die Camel-Varianten Activate, Filter, Blue sowie die 100s Formate und die Marke ­Hobby für 5,10 Euro. Camel Essential und Glamour gehen auf 4,90 Euro, für 4,80 Euro bekommt man künftig Camel Soft Packs und Nova sowie die Memphis-­Familie. Im unteren Preissegment folgt die Smart mit 4,70 sowie Winston mit 4,60 Euro. Die Winston 23 Big Packs klettern von 4,80 auf 5,00 Euro, die 24s von Benson & Hedges auf 5,20 Euro. Der Winston-Feinschnitt verteuert sich im Fall der 130-Gramm-Dose um zwei auf 22 Euro, während die 180-Gramm-Dose von 27 auf 29,90 Euro steigt. Smart Orange 180 g geht von 27,50 auf ebenfalls 29,90 Euro. Im Fall der Drehtabake steigt Smart um 30 Cent auf nunmehr 5,00 Euro, der Maverick 40 g klettert um 50 Cent auf 6,50 Euro.

Die restlichen der „Big Four“
Auch Imperial bewegt sich durchwegs um 20 Cent nach oben – Davidoff geht auf 5,20 Euro, Gauloises auf 4,80 und JPS auf 4,60 bzw. 4,70 Euro; West klettert auf 4,70 Euro. 
Damit bleibt unter den großen Anbietern nur die Frage, ob British American Tobacco den Preisschritt der anderen Anbieter mitgehen wird. Angesichts des Überwälzungsbedarfs wird allgemein erwartet, dass auch BAT mit Blick auf die eigene Rentabiltät mitziehen wird.

Kleinere Anbieter
M Tabak geht es nach Jahren der verlässlichen 20-Cent-Schritte diesmal gemütlicher an: Zum 3. April erhöht Christian Mertl lediglich die Tabakpreise. Der Maya kostet dann 5,30 pro Pouch (+40 ct), der O’Nyle Volumentabak im 30-Gramm-Pouch steigt von 4,70 auf 5,00 Euro. Ewig will man aber auch die Zigarettenpreise nicht auf dem alten Stand halten. Mit Mitte April wird M Tabak bekannt geben, wohin ab Mai der preisliche Hase laufen soll. Derzeit befindet man sich noch intern in Abklärung und will auch ganz bewusst erstmals abwarten, ob das erfreuliche Plus von 20 Cent im Marktumfeld auch halten wird. Man würde mit Freuden 20 Cent mitgehen. „Ich bin ja auch nicht der Feind meiner Umsätze“, meint Christian Mertl gewohnt trocken.
DanCzek macht teilweise kleinere Schritte. Die Mark1 geht von 4,20 auf 4,30 Euro während die Mohawk-Zigaretten von 4,40 Euro ausgehend die WAP-Hürde mit 4,60 Euro knacken. Die Big Packs mit dem Indianer klettern von 5,30 auf 5,40 Euro. Die Marke Matrix verteuert sich um 20 Cent, Bacco legt um 10 Cent zu.Deutlicher ist der Preisschritt beim Mohawk-Feinschnitt: Für den 30-Gramm-Pouch werden statt 4,70 neu 5,10 Euro fällig, die Dose mit 70 Gramm kostet statt 11,00 neu 11,90 Euro. Der Mark1 Volumentabak mit 100 Gramm steigt von 14,80 auf 15,90 Euro.
Moosmayr hatte die Preise seiner Marken zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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