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E-Zigarette Juul kommt auf den Markt

27.05.2019

Die Marke des US-Marktführers wird ab Juni 2019 auch in Österreich vertrieben - exklusiv über Trafiken.

Die kantigen Devices von Juul sind in den USA seit ihrem Markteintritt ein "must-have" für viele Dampfer.
Juul-Gründer James Monsees, Österreich-Geschäftsführer Udo Unterberger und Univ.-Prof. Bernd Mayer von der Uni Graz stellten Juul den Journalisten vor.

Nach ihrem Siegeszug durch den US-Markt werden die charakteristischen flach-eckigen Kartuschenmodelle von Juul in Österreich als insgesamt 10. Markt weltweit eingeführt. Zum exakten Verkaufsstart wurden beim Pressegespräch am 27. Mai noch keine konkreten Angaben gemacht, Großhandelspartner tobaccoland soll aber bereits Lagerbestände aufbauen. Geplant ist, mit 1.000 Tabakfachgeschäften in ganz Österreich loszulegen.

Die Hintergründe

Die beiden Produktdesign-Studenten James Monsees und Adam Bowen lernten sich 2004 auf der Stanford University kennen. Beide waren Raucher, wollten aufhören und fanden keine zufriedenstellende Alternative zur herkömmlichen Zigarette. Also machten sie sich selbst an die Entwicklung. Ihr erstes Produkt verkauften sie an JTI: Ploom.

Die nächste Entwicklung sollte noch einfacher zu handhaben und gleichzeitig noch befriedigender für den Raucher als vollwertiger Ersatz für die Tabakzigarette sein. Statt gemahlenem Tabak setzte man auf Nikotinsalze im Liquid; gleichzeitig wurde großer Wert auf eine eigenständige Optik gelegt, die so gar nichts mit dem zigarettenhaften Aussehen der "cigarlikes" zu tun haben sollte. 2015 kam Juul in den USA auf den Markt, auf dem herkömmliche Zigaretten sich jedes Jahr um 2 % schlechter verkauften. 2018 sank die Raucherquote um 9,4 Prozent, was Juul-Gründer James Monsees stark auf den Erfolg seiner dominanten Marke zurückführt: "Studien aus Großbritannien zeigen, dass jeder zweite Juul-Verwender völlig mit dem Rauchen aufhört."

System & Handhabung

Juul ist ein Kartuschensystem, das aus Griffstück mit Akku sowie dem Pod mit vorbefülltem Tank und Verdampfer besteht und dem bisherigen Raucher den Umstieg so einfach wie möglich machen soll: Externe Bedienelemente gibt es nicht, die E-Zigarette wird durch zweimaliges Antippen oder Anklopfen aus dem Standby-Modus "aufgeweckt" und dann durch Zug aktiviert. Die Verwendung von Nikotinsalzen soll eine der Tabakzigarette möglichst ähnliche und schnelle Nikotinaufnahme ermöglichen, die ausgeklügelte Temperaturregelung eine konstante Betriebstemperatur ohne Überhitzungsrisiko gewährleisten.

Zum Lieferumfang der Juul-Starterkits gehört neben dem Gerät ein sehr kompakter USB-Lader, in dem der Stick steht sowie ein Sortiment von vier verschiedenen Pods der Geschmacksrichtungen Mint, Rich Tobacco, Apfel und Mango. Auf dem österreichischen Markt werden ausschließlich Liquids mit einem Nikotingehalt von 20 mg/ml angeboten.

Vertrieb & Jugendschutz

Verkauft wird ausschließlich über Trafiken, Bestellung und Auslieferung laufen über tobaccoland. In einem ersten Schritt möchte Landesgeschäftsführer Udo Unterberger ein Netz von 1.000 Tabakfachgeschäften aufbauen, in denen Juul ab Juni 2019 erhältlich sein soll. 

Der Jugendschutz soll durch eigene Mysteryshopper und eine strenge Handhabe sichergestellt werden, wie Unterberger erzählt: "Beim ersten Verstoß gibt es eine Verwarnung, beim zweiten Mal einen Lieferstopp für 6 Monate. Beim dritten Verkauf an Minderjährige beenden wir die Zusammenarbeit ganz." Juul ist bewusst als Zigaretten-Alternative für erwachsene Raucher konzipiert und soll auch nur diesen angeboten werden. 

Gesundheitliches

Der Toxikologe Prof. Bernd Mayer, selbst Ex-Raucher, kann aus eigener Erfahrung berichten, weshalb E-Zigaretten in der Raucherentwöhnung so brillieren: "Sprays und Pflaster funktionieren schon deshalb nicht, weil sie kein Ritual vermitteln. Die E-Zigarette bietet dem Raucher nicht nur Nikotin, sondern eben auch ein vergleichbares Zugverhalten und die gewohnte Bewegung der Hand zum Mund. Die weitaus geringere Schädlichkeit gegenüber der Tabakzigarette um 95 Prozent ist inzwischen nicht nur von Public Health England, sondern auch von FDA und dem bekannt kritischen DKFZ in Heidelberg eingeräumt worden. Das Krebsrisiko ist sogar um den Faktor 1.000 bis 60.000 geringer."

Die öffentliche Wahrnehmung hält mit diesen Fakten aber nicht Schritt, wie Mayer bedauert: "Wir haben die höchste Raucherquote in Westeuropa und die hartnäckigste Fehlinformation - 75 Prozent halten E-Zigaretten nach wie vor für gleich schädlich oder sogar schädlicher als Tabakzigaretten und steigen deshalb nicht um!"

Die Preise

Die Starter Kits mit Gerät, USB-Lader und 4 Pods haben einen unverbindlich empfohlenen Richtpreis von 34,99 Euro. Ein reines Basic Kit (ohne Pods) wird für 24,99 Euro erhältlich sein.

Eine Packung mit 4 Pods soll 12,99 Euro kosten und ist in den oben genannten Geschmacksrichtungen zu haben.

 

 

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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