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Jochen Hiller, 41, war in den vergangenen Jahren stark auf risikoreduzierte Produkte fokussiert und übernimmt mit Österreich erstmals eine Landesverantwortung. Auch hier werden Pouches und E-Zigaretten im Mittelpunkt stehen.

"Eine Landesleitung ist eine sehr facettenreiche Aufgabe ..."

15.03.2021

... meint der neue BAT-Chef Jochen Hiller im ersten Gespräch mit uns.

Herr Hiller, Sie sind seit 1. Dezember 2020 offiziell Geschäftsführer von BAT Österreich. Können Sie uns ein wenig über sich erzählen?

Ich bin 41, gebürtiger Deutscher, seit zehn Jahren verheiratet und Genussmensch mit Freude am Sport. Bei BAT bin ich seit 16 Jahren, großteils in Marketingfunktionen, dann kam der Wechsel in die Zentrale nach London, wo ich Vermarktungs- und Wachstumsstrategien für risikoreduzierte Produkte entwickelt habe.

Was hat sich durch Ihr erstes Engagement als Geschäftsführer einer Landesorganisation für Sie geändert?

Das ist eine schöne Frage. Die Breite der Themen ist viel größer, wenn man sich um das gesamte Aufgabenspektrum kümmert. Das ist etwas, das ich sehr genieße. Der Markt ist spannend und hat sich sehr gut entwickelt. Da muss ich auch mein Team in den Vordergrund stellen, mit dem das so gut funktioniert hat. 
Eine Landesleitung ist eine sehr facettenreiche Aufgabe, in der es um weit mehr als nur Marketing oder Vertrieb, sondern um die Gestaltung geht – auch im regulatorischen Umfeld, in dem wir uns befinden. Die Fragestellungen und damit der strategische Teil haben deutlich an Gewicht gewonnen. 

Was sehen Sie – mal abgesehen vom Tabakmonopol – als Besonderheiten, aber auch Einschränkungen in Österreich?

Das Monopol ist eine herausragende Besonderheit. Aber es bedeutet für mich keine Einschränkung, sondern ist über den reinen Einzelhandel hinaus wichtig. Das Tabaksteuermodell ist eine positive Besonderheit, weil es Planbarkeit liefert und für die Konsumenten akzeptable Schritte einplant. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern ist aber preislich noch Luft nach oben. 
Und natürlich fällt auf, wie groß der Anteil neuer Produkte am Gesamtmarkt ist. Die Österreicher sind teilweise experimentierfreudiger als andere. Die Regulierer sollten dieser Entwicklung hin zu risikoreduzierten Produkten nicht im Weg stehen.
Insgesamt sehe ich Österreich vielmehr als Land von Möglichkeiten, nicht von Einschränkungen.

Der Appell an die Regulierer richtete sich aber eher an die EU?

In steuerlicher Hinsicht sind da natürlich die Ideen der EU und ihrer Tobacco Excise Directive gemeint. Wir brauchen ein differenziertes Steuermodell, das die deutlich geringeren Gesundheitsauswirkungen berücksichtigt und den jungen Markt nicht gleich wieder abwürgt.

Die nationale Regulierung – speziell was die regulatorische Planbarkeit von Nikotinpouches angeht – ist mir aber auch wichtig. Man muss mit diesen Produkten verantwortungsvoll umgehen. Insofern wäre das Monopol der richtige Ort dafür.

Sie hätten ja auch einen Tabakerhitzer im Konzernportfolio: Wird glo in absehbarer Zeit auf den österreichischen Markt kommen?

Im Allgemeinen wird ein Anbieter in  einem profitablen Segment nicht lange allein gelassen. Wir werden glo bringen, wenn wir den richtigen Zeitpunkt dafür sehen. 

Derzeit setzen wir unsere Prioritäten bei Velo und Vuse und arbeiten sehr stark in diesem Segment. 

 

Das vollständige Interview können Sie ab 19. März in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.

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