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Erste Internationale Monopol-Konferenz in Wien

18.02.2020

Am 12. und 13. Februar 2020 organisierte die MVG das erste Treffen der europäischen Tabakmonopole.

CEDT-Präsident Peter Schweinschwaller bei seinem Vortrag

Zwei Tage lang waren Delegationen aus Italien (Agenzia Dogane Monopoli), Ungarn (Nemzeti Dohánykereskedelmi) und Spanien (CMT-Tobacco Market Commission) auf Einladung der Österreicher zu Gast in Wien. Die französischen Monopolisten mussten aus Termingründen kurzfristig absagen; begrüßen aber die Initiative ausdrücklich. Ziel der Zusammenkunft war es – in Zeiten wachsender Herausforderungen für staatliche Monopole beim Tabakwareneinzelhandel – Erfahrungen auszutauschen und die Vorgangsweisen für mögliche gemeinsame Zukunftsprojekte zu identifizieren und einzuschätzen.

Aus den einzelnen Tabakmärkten

Am ersten Tag präsentierten die vier Teilnehmerländer ihr jeweiliges Lizenzsystem und informierten über Geschichte, Eigentumsverhältnisse, Kernprozesse, Tabakmarkt und Vergabekriterien von Trafiken. Im Anschluss wurden Fragen beantwortet, Parallelen analysiert und Probleme erörtert. 

Die italienische Delegation wurde vom – erst seit einer Woche im Amt befindlichen – Geschäftsführer Marcello Minenna angeführt. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Roberta de Robertis gewährte er Einblicke in das italienische Monopolsystem mit seinen rund 46.000 Tabakfachgeschäften und den schwierigen Kampf gegen den Schmuggel über die Meeresgrenzen.

Gábor Esküdt, der ungarische Geschäftsführer überraschte mit Details zu den noch jungen Regulierungen (2013) in seinem Land. Bei der Umsetzung wurde das österreichische Modell herangezogen, um einen eigenen Vertriebskanal für sensible Genussmittel zu schaffen.

Der spanische Monopol-Koordinator Borja Garcia Ramos informierte unter anderem über das bestehende Konzessionssystem, in dem Lizenzen für maximal 25 Jahre vergeben werden und darüber, dass Spanien Jugendschutzkontrollen nach österreichischem Vorbild andenkt.

CEDT-Vortrag

Der zweite Tag startete mit einem Vortrag des österreichischen CEDT-Präsidenten Peter Schweinschwaller, der über die Aktivitäten und Eindrücke der European Confederation of Tobacco Retailers und die neuen Chancen für die Branche berichtete. Als Gegeneinladung bat er Hannes Hofer zum nächsten CEDT-Treff, um dort über die Höhepunkte des Internationalen Monopoltreffens zu berichten.

In abschließenden Arbeitsgruppen wurde das Thema „Neue Produkte“ gemeinsam beleuchtet und auch die Vorgehensweisen zum Marktneuling Hanf abgeglichen. Alle Teilnehmer zeigten sich über die erstmalige Zusammenkunft hoch zufrieden – die Fortsetzung des Dialoges wurde vereinbart.

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