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Zumindest fördern sie die Gesundheit auch nicht automatisch ...

EU arbeitet an Warnhinweisen für alkoholische Getränke

30.04.2015

Ganz dem "bewährten" Muster beim Tabak folgend nimmt die EU-Kommission nun den Kampf gegen den Alkohol auf. Wo hört das auf?

In Kolumbien trägt Bier schon Warnhinweise - getrunken wird trotzdem.
Auch in Australien überlegt man sich nun Warnhinweise für Alkohol. Vermutlich, weil das bei Zigaretten so "gut" funktioniert hat ...

Das europäische Parlament hat die Kommssion beauftragt, ein entsprechendes Maßnahmenpaket zu erarbeiten. Beim Tabak mündete dieser Auftrag in TPD1, TPD2 und dem Tabakwerbeverbot und auch für den Alkohol hat man in Brüssel schon gute Ideen: Neben Warnhinweisen sowie Angaben über Inhaltsstoffe und Kaloriengehalt wünscht sich die Kommission beispielsweise Alkoholsperren im Auto, die ein Anstarten des Motors erst nach Messung der Atemluft ermöglichen sollen.

Bekanntes Procedere
Stufe 1: Erste Zahlen werden kommuniziert. Begonnen wird mit allgemeinen Aussagen wie "Alkohol und Tabak sind die Hauptrisikofaktoren dafür, dass die Menschen in der westlichen Welt an Lebensjahren verlieren." Oder auch "Bei der Mehrheit der töglichen Verkehrsunfälle ist Alkohol im Spiel." Damit wird Stimmung gegen ein Genussmittel gemacht.

Aus schmerzlicher Erfahrung wissen wir bereits, wie es danach weitergeht.

Stufe 2: Mit jeder Welle der Stimmungsmache werden höhere Opferzahlen genannt - ohne Quellenangabe, wie gewohnt. Zwischen "Trinker" und Abstinenzler wird ein künstlicher Keil getrieben.
Stufe 3: Die Medien propagieren bei jeder Unfallmeldung mit > 0,5 Promille ein allgemeines "Es muss was geschehen!", das von der Politik als Handlungsauftrag aufgefasst wird.
Stufe 4: Horrormeldungen über die volkswirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums und schwere Autounfälle werden vermehrt lanciert, damit die Stimmung in Teilen der Bevölkerung richtlinienfreundlich wird. Die Publikumspresse macht mit. Oder auch nicht, wenn nicht zuvor schon ein Werbeverbot für Alkohol erlassen wurde.
Stufe 5: Warnhinweise für alkoholische Getränke werden Pflicht. Gleichzeitig wird die geschürte Hysterie genutzt, das Limit im Straßenverkehr auf 0,0 Promille zu senken. Bezahlte Wissenschaftler und selbsternannte Experten bemängeln, dass dies immer noch nicht reicht und fordern weitere Verschärfungen (mausgraue Einheitsflasche, große Bilder von Leberzirrhose und Verkehrsunfällen, missgebildete Embryonen etc.).

Die offiziellen Ziele
Warnhinweise sollen Schwangere und Autofahrer vor der Wirkung des Alkohols warnen und Jugendliche von einem frühen Einstieg abhalten. Von dieser Strategie ist laut orf.at nicht einmal der Leiter des Instituts für Suchtprävention, Christoph Lagermann, überzeugt: "Wichtig ist, dass die Bevölkerung um die Gefährlichkeit des Alkohols weiß. Hier ist aber fraglich, ob das über Etiketten zu erreichen ist." 
Die Brauereien bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Warnhinweise ebenfalls, hat Bier doch meist weniger als 5 Volumsprozent.

Der Zeitplan
Bis 2016 soll die EU-Kommission nach dem Willen der EU-Parlamentarier in Straßburg ihre Strategie ausarbeiten und Vorschläge auf den Tisch legen. Angesichts des beim Tabak schon erfolgreich erprobten Procederes könnte eine Alkohol-Richtlinie also schon ab 2019 beschlussreif sein. Na Prost!

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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