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Der "unbeugsame Nahversorger" Trafikantix ...

Fachgruppentag NÖ: Sachthemen und Personalia

30.09.2014

Statt wie sonst im April fand der niederösterreichische Fachgruppentag dieses Jahr erst Ende September statt. Neben zahlreichen Sachthemen nutzte das Führungsduo diesen Event aber auch, um die Anwesenden auf seine Nachfolger einzustimmen. (mh)

Trinkl: "Als Trafikant führe ich E-Zigaretten, als Bundesgremialobmann kann ich sie nicht empfehlen." Dr. Franz Pietsch vom Gesundheitsministerium: "Es liegt keine einzige Anzeige wegen E-Zigaretten gegen einen Trafikanten vor."
Bundesgremialobmann Trinkl übergibt den "Trinklstein" an seinen designierten Nachfolger Josef Prirschl.

Noch-Landesgremialchefin Gabriele Karanz meinte in ihrer Eröffnung: „Die sogenannte Strukturbereinigung sollte nun abgeschlossen sein. Es haben alleine in Niederösterreich rund 100 Trafiken zugesperrt – obwohl in zahlreichen kleinen Gemeinden der Trafikant ohnehin schon der letzte verbliebene Nahversorger ist oder war.“ Schon bislang hatte das niederösterreichische Landesgremium verhindert, dass neue Trafiken in Einkaufszentren angesiedelt werden. Im Gerasdorfer G3 wird das Verbot bekanntlich umgangen, indem eine Lottoannahmestelle dort Zigaretten zum Gastro-Preis verkauft. Obmann-Kandidat Josef Prirschl bestätigte, dass es auch unter seiner Führung keine Neuerrichtungen von Tabakfachgeschäften „auf der grünen Wiese“ geben werde.

Dauerthema E-Zigarette
Mit Dr. Franz Pietsch war der Bundesdrogenkoordinator und zuständige Abteilungsleiter des Gesundheitsministeriums eingeladen: „Wir können zu diesen Produkten derzeit keine eindeutige Aussage machen. Der augenblickliche Wildwuchs an ungeregelten Shops für E-Zigaretten erfordert aber eine Neuregelung, die bald kommen sollte. Der Grundgedanke des Ministeriums ist der, neue Tabakprodukte, wie sie in der TPD2 genannt werden, exklusiv über die Monopolverwaltung einzuführen.“
Peter Trinkl verdeutlichte seine ambivalente Haltung gegenüber dieser Produktgruppe: „Als Trafikant Trinkl verkaufe ich E-Zigaretten. Als Bundesgremialobmann kann ich sie derzeit aber nicht offiziell empfehlen, solange nicht klar ist, wie die Behörden auf Anzeigen reagieren würden.“ Dr. Pietsch meinte dazu: „Derzeit liegt keine einzige Anzeige gegen einen Trafikanten vor.“

Nachfolgediskussion
Nachdem im kommenden Jahr sowohl der niederösterreichische Landes-, als auch der Bundesgremialobmann neu gewählt werden wird, nutzte das Duo Trinkl/Karanz die Veranstaltung zur Vorstellung ihrer Nachfolger. Peter Trinkl bezeichnete Prirschl als „meinen politischen Ziehsohn. Und wie in jeder Familie gibt es halt auch Streit und Auffassungsunterschiede. Ich halte Josef Prirschl aber für den Einzigen, der die Trafikanten in Zukunft weiterführen kann.“
Zur NÖ-Wahl wird Josef Prirschl mit Othmar Schwarzenbohler, der mit ihm gemeinsam die Trafikakademie konzipiert und organisiert hatte, sowie Peter Schweinschwaller antreten. Nach der symbolischen Übergabe des „Trinkl-Steins“ mit den ungelösten Problemen des Berufsstandes an Josef Prirschl begann der wohl nur erste Teil der Abschiedstour von Trinkl und Karanz: Das Nachfolgetrio würdigte artig die Verdienste der beiden Langzeit-Standesvertreter und das Publikum spendete standing ovations.

Einen ausführlicheren Bericht zur Veranstaltung finden Sie ab 24. Oktober in der kommenden Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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