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Die Zahl der Dampfer wächst ständig, doch das Umfeld verändert sich ebenfalls stark.

Fakten & Trends bei E-Zigaretten

18.08.2016

Die Organisation e-Cig Europe trifft sich alljährlich zur Konferenz, welche heuer von 12.-13. Oktober in London stattfindet.

Aktuell hat e-Cig Europe die derzeitige Faktenlage sowie heutige und absehbare zukünftige Probleme zusammen getragen. Zwar stammen die Umfrageergebnisse ausschließlich aus Großbritannien, man darf aber davon ausgehen, dass sich die Kernaussagen – mit bestenfalls kleinen Abweichungen – auch auf andere europäische Märkte übertragen lassen.

Fakten

Suchtexperten und Mediziner von Public Health England stufen E-Zigaretten als 95 Prozent harmloser als Rauchtabakprodukte ein.

Mit 44,8 Prozent weiß jedoch fast die Hälfte der Bevölkerung nicht, dass E-Zigaretten weniger schädlich als Tabakzigaretten sind.

Unter den Rauchern schätzen 40,6 Prozent die E-Zigarette als gesundheitlich unbedenklich ein, 28,5 Prozent als schädlich und fast 31 Prozent sind sich unsicher.

Aktuelle Studien legen nahe, dass Raucher, welche E-Zigaretten verwenden, die höchste Erfolgsrate im Hinblick auf eine Rauchentwöhnung aufweisen.

Probleme

Die TPD2 bringt ein strenges und engmaschiges Regelwerk für den Bereich des Dampfens. Tim Phillips von eCig intelligence merkt dazu an, dass der verordnete sechsmonatige Stillstand die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte verlangsamen wird. Diese „verordnete Abkühlung“ und die Einführung zahlreicher bürokratischer Hürden könnten zahlreiche Hersteller aus dem Markt vertreiben und mögliche neue Hersteller abschrecken. In diesem sich bislang schnell entwickelnden Markt könnte ein Spalt zwischen Nachfrage und Angebot aufgehen, welchen Schwarzmarktprodukte füllen können. Und deren Hersteller und Vertreiber kümmern sich bekanntlich nicht um gesetzliche Vorgaben und Meldepflichten.

Trends

Die dampfenden Konsumenten greifen nach immer stärkeren Geräten, hier ist speziell ein rasches Wachstum temperaturgesteuerter E-Zigaretten zu beobachten. Ihr Vorteil: Ein „Leerdampfen“ sowie ein Verkokeln von Verdampfer und Liquid sind bei vernünftiger Einstellung ausgeschlossen.

Gleichzeitig will aber nicht jeder Anwender große und schwere Akkus und Geräte mit sich schleppen – auf Industrieseite wird intensiv an neuen E-Zigaretten gearbeitet, welche hohe Leistung und Akkukapazität mit kompakten Abmessungen und geringem Gewicht verbinden sollen.

Zudem zeichnet sich ein für die Branche neuer Weg ab: Bislang erfolgte die Entwicklung in derart hohem Tempo, dass die Hersteller auf die Patentierung ihrer Technologien und Gebrauchsmuster verzichtet hatten. Denn wer nur Bestehendes kopiert ist nie auf den neuesten Stand. Angesichts der gesetzlichen Verlangsamung mit absehbar längerer Laufzeit der Modelle gewinnt der Schutz des geistigen Eigentums an Bedeutung – die Zahl der einschlägigen Patente steigt.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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