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Der Cigarrenraucher soll durch seine Konsumgewohnheiten schon einen Mieter vertrieben haben ...

Gerichtliches Rauchverbot für Cigarrenraucher

02.11.2015

Hysterie treibt seltsame Blüten: Ein Gerichtsentscheid verbietet einem Mieter das Cigarrenrauchen in den eigenen vier Wänden.

Mittlerweile hat sich bereits die zweite Instanz mit dem Fall befasst: Ein Mieter eines Innenstadt-Hauses in Wien war gegen seinen Nachbar in der Wohnung schräg unter ihm vorgegangen. Dieser - Journalist und Schriftsteller von Beruf - hatte sich gerne nach getaner Arbeit bei offenem Fenster oder auf der Loggia eine nächtliche Cigarre gegönnt. Der Kläger argumentierte, dass er deshalb Fenster und Loggia geschlossen halten müsse und klagte beim Bezirksgericht auf Unterlassung.

Zweite Instanz
Nun hat auch das Landesgericht Wien im Sinne des Klägers entschieden und dabei auch gleich "Rauchzeiten" festgelegt, da der Rauchkonsum des Beklagten den Immissionsschutz des Nachbarn verletze, das ortsübliche Maß überschreite und die Nutzung der Wohnung wesentlich beeinträchtige.  Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr Früh dürfe der Aficionado deshalb nicht bei offenem Fenster, auf Balkon oder Loggia rauchen. Der Cigarrenkonsum untertags - laut Erstgericht ein bis zwei Cigarren täglich - sei dem Kläger jedoch zumutbar.
Dessen Anwältin, Elisabeth Stichmann, warnt postwendend davor, "zu glauben, dass von 6 Uhr Früh bis 22 Uhr hemmungslos geraucht werden dürfe." Was aber passiert, wenn der eine um 8 Uhr auf dem Balkon frühstücken, der andere aber auf der Loggia zur gleichen Zeit rauchen möchte?
Das Urteil betrifft ausschließlich Cigarrenraucher und ist nicht rechtskräftig. mh, Die Presse

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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