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Na Mahlzeit: Auf dieser Maschine wurden die gefälschten Markenzigaretten fabriziert.

Illegale Zigarettenproduktion aufgedeckt

28.09.2016

Im Rahmen einer international koordinierten Schwerpunktaktion konnten insgesamt 15 Personen festgenommen sowie 20 Tonnen Tabak und 10 Mio. Zigaretten beschlagnahmt werden.

Neben bekannten Marken wurden auch bei uns seltene sowie die Schwarzmarktmarke Jin Ling gefälscht.
Produzieren, verpacken, lagern, liefern - alles an Zoll, Finanz und Gesundheitsbehörden vorbei. Die Schockbilder fälschte man aber nicht ...

Beamte des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien hatten mit Kollegen aus Ungarn und der Slowakei zusammen gearbeitet und machten am 21. September dieses Jahres den dicksten Fund: In den Kellerräumen einer Spedition in Wr. Neustadt wurden mehr als fünf Millionen Zigaretten sowie die Tabakmenge für weitere 14 Millionen (70.000 Stangen) sichergestellt, acht Personen wurden im Zuge der Amtshandlung verhaftet. Beim zeitgleichen Zugriff wurde in Budapest eine Herstellungsstraße für Zigaretten, in der Slowakei eine Druckmaschine für Zigarettenpackungen und Steuerbanderolen beschlagnahmt.

Die grenzübergreifende Kooperation der Zollbehörden zeigt Wirkung: Nach einer 2007 aufgedeckten illegalen Zigarettenfabrik in Maria Ellend hatten österreichische Zollfahnder auch an Aufdeckungen in der Slowakei  (2012) und den Niederlanden (2013) großen Anteil. 2015 führte die Zusammenarbeit bulgarischer, belgischer und österreichischer Zöllner zur Beschlagnahme zweier neuwertiger Fertigungsstraßen und von 13 Tonnen Tabak in Belgien.

Bemerkenswert ist, dass beim aktuellen Zugriff auf die illegale Zigarettenproduktion in Ostösterreich das gleiche Netzwerk hinter den kriminellen Machenschaften steht wie in den Jahren 2007, 2012 und 2013 sowie 2015. Die Zöllner konnten gegen dieses Netzwerk der „internationalen Zigarettenmafia“ nun einen weiteren wichtigen Erfolg verzeichnen.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
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