Direkt zum Inhalt
Die zügige Einkaufstour der Automatenkönige wird nicht zu einer ebenso raschen Übernahme der Casinos Austria AG führen - die Kartellbehörde will gründlich prüfen.

Kartellbehörde prüft Casinos-Kauf durch Novomatic

25.08.2015

Ganz so schnell wird es mit der Übernahme der Mehrheit beim heimischen Glückspielkonzern wohl doch nicht gehen: Die Kartellbehörde hat sich eingeschaltet.

In einer raschen Aktion hatte sich der niederösterreichische Automatenkonzern von den verschiedensten Anteilseignern der Medial Beteiligungs GmbH sowie von der MTB Privatstiftung 39,5 Prozent der Anteile an den Casinos Austria gesichert. Zur Orientierung: Die Republik hält über die ÖBIB Anteile in Höhe von 33 Prozent.

Wettbewerbskonform?
Nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Berichterstattung in Publikumsmedien hat sich die Bundeswettbewerbsbehörde BWB entschlossen, von sich aus aktiv zu werden. BWB-Chef Theodor Thanner ist schon im Vorfeld skeptisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dieses Projekt so einfach durchwinken werden. Derartige Konzentrationen sind nicht im Sinne von freiem, fairem und transparentem Wettbewerb, wie er nach österreichischem, aber auch nach EU-Recht vorgesehen ist.“ 

Knackpunkt Unterscheidbarkeit
Kartellrechtsexperten zufolge liegt das Problem in der Frage, ob die Spielangebote von Novomatic (Automatensalons und Admiral-Sportwetten) und Casinos Austria (Automaten in Spielcasinos, Sportwetten über tipp3) für den Kunden unterscheidbar sind. Nur wenn diese Frage mit JA beantwortet werden kann, handelt es sich um zwei getrennte Märkte, die kartellrechtlich kein Problem darstellen.
„Bei einem NEIN wird ab Marktanteilen von mehr als 30 Prozent eine marktbeherrschende Stellung vermutet“, erklärt Anwalt Martin Eckel. „Da muss man schauen, ob der Wettbewerb stark genug ist, dass das genehmigt werden kann.“ Bis zum Segen der BWB bleibt die ÖBIB Mehrheitseigentümer der Casinos Austria AG, die Novomatic hat eine grundsätzliche Einigung mit anderen Anteilseignern erzielt, unterschriebene Kaufverträge gibt es aber noch nicht.  
ORF.AT, MH

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Jacek Olczak ist gebürtiger Pole, Wirtschaftswissenschaftler und seit 2003 für Philip Morris tätig. Von 2006 bis 2009 war er Managing Director PMG, von 2009–2012 Präsident der EU-Region. 2012–2017 war er CFO; in dieser Zeit hat er auch den Iqos-Launch in Japan mitbegleitet. Vor der Übernahme des Chefpostens Anfang Mai 2021 war er zwei Jahre lang Chief Operating Officer des Konzerns.
Meldungen
17.05.2021

Jacek Olczak folgt als CEO auf André Calantzopoulos, der sich in den Aufsichtsrat zurückzieht. Olczak hatte sich im Rahmen einer digitalen Runde Journalisten aus aller Welt vorgestellt.

Auch Salzburg scheiterte in seinem Monat der Lotto-Rallye. Doch anders als die Vorgänger müssen sich die Salzburger nicht über ein knappes Rennen ärgern.
Meldungen
17.05.2021

Das Warten auf ein gegen den Rest von Österreich bei Lotto, Lotto Plus und Joker siegreiches Bundesland geht weiter.
 

Die Monopolstellenleiterin für Tirol und Vorarlberg, Helga Rom (HR), sowie der oberösterreichische Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr (EK) bilden die Arbeitsgruppe Kunden und haben zum Thema „Wohlfühlatmosphäre in Trafiken“ eine Umfrage ausgesendet, in der nach der Bereitschaft der Trafikanten gefragt wurde, das eigene Rauchen sowie jenes der Mitarbeiter für die Kunden zu unterlassen.
Meldungen
17.05.2021

Die von MVG und Bundesgremium gemeinsam ausgesendete mehrstufige Umfrage durfte sich über enorme Teilnehmerzahlen freuen und brachte als Ergebnis zwei sehr unterschiedliche Standpunkte. Wir haben ...

v.l.n.r.: Dr. Markus Gremmel (Geschäftsführer PROTrafik Service GmbH), Dr. Christian Kubitschek (Vorstandsvorsitzender Austrian ANADI Bank AG), Josef Prirschl (Obmann Bundesgremium der Tabaktrafikanten WKO), Otmar Schwarzenbohler (Leiter Arbeitsgruppe Finanzdienstleitungen, stv. BGO & LGO NÖ)
Meldungen
17.05.2021

Nach längerer Vorbereitungsphase startet der Testbetrieb für Bankgeschäfte in der Trafik im Juni dieses Jahres. Mit Herbst soll die österreichweite Ausrollung beginnen.

Meldungen
17.05.2021

Ein Jahr nach dem Verbot beider Varianten wollten wir wissen, ob sie bei Umsatz und Nachfrage noch fehlen.

Werbung