Direkt zum Inhalt
Klaus W. Fischer sprach vielen der aufgebrachten Tabakfachhändler aus der Seele

Klarer Auftritt gegen TPD2

20.02.2013

Die Großdemonstration, welche die europäischen Tabakfachhändler am 22. Jänner 2013 in Brüssel gegen die Tabakprodukterichtlinie organisiert hatten, fand mit zahlreicher Beteiligung aus Österreich statt: Viele Trafikanten waren VCPÖ-Präsident Klaus W. Fischer sowie dem ober-österreichischen Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr in das Machtzentrum der EU gefolgt. (VCPÖ, mh)

Klaus W. Fischer betonte in seiner Rede vor den tausenden aus Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Polen und Griechenland angereisten Tabakhändlern: „Der Vorschlag der Europäischen Kommission gleicht einer Prohibition von Zigaretten, welche schließlich ein legales Produkt und Genussmittel sind.“ Mit der Teilnahme an der Kundgebung möchte der VCPÖ „ein deutliches Zeichen gegen diesen weiteren Schritt auf dem Weg der Entmündigung des Bürgers setzen“, so Fischer, der ein düsteres, aber naheliegendes Bild für den Fall malt, dass der Richtlinienentwurf in der aktuellen Fassung umgesetzt werden sollte:  „Wird die Zigarette in die Prohibition gedrängt, kann dies zu einem enormen Anstieg an Schmuggelzigaretten führen. Der Zugang für Jugendliche wird somit unkontrollierbar, auch die Produktqualität kann dadurch nicht mehr sichergestellt werden.“

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint
Dies würde exakt das Gegenteil jenes Jugendschutzgedankens bewirken, den Brüssel – zumindest offiziell – vielfach als Begründung für die vielen harten Maßnahmen anführt, die in der TPD2 zusammengeführt sind. Denn schon derzeit ist der Genuss von Tabakprodukten ausschließlich informierten Erwachsenen vorbehalten, die sich bewusst dafür entschieden haben. Und der Verkauf dieser Produkte erfolgt durch Fachhändler, welche die Einhaltung der Altersgrenze von 16 Jahren sehr ernst nehmen. Genau diesen seriösen Händlern würde eine Umsetzung des Borg-Entwurfs jedoch den Boden unter den Füßen wegziehen, wie OÖ-Obmann Kerschbaummayr meint: „Wir Trafikanten als Kleinstunternehmer sind von diesen Plänen der EU massiv betroffen. Brüssel gefährdet daher nicht nur unseren Lebensunterhalt, sondern zerstört auch die Existenzgrundlage der zahlreichen behinderten Trafikanten und schafft ein sozial-politisches Problem.“

Gegen eine verstärkte Aufklärung über die Risken des Rauchens habe man hingegen nichts einzuwenden. Auch wenn heutzutage angesichts jahrzehntelanger Information nicht einmal mehr Analphabeten behaupten können, sie hätten aufgrund von Unkenntnis geraucht ...

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Produkte
18.10.2017

Hochpreisige Markenartikel können nun über Steamzone oder Click & Pick bezogen werden.

In fast 90 Prozent aller Trafiken darf geraucht werden. Wer das Rauchen im Geschäft verbietet hat zu 60 Prozent persönliche Gründe dafür.
Meldungen
18.10.2017

Diese Frage löste eine veritable Rekordteilnahme aus: 500 Antworten und 142 Kommentare zeigen, wie emotionsbeladen das Thema auch branchenintern ist.

Pöschl-Chef Patrick Engels sieht seine Unternehmenswebsite als (virtuelles) Geschäftslokal, das von Erwachsenen freiwillig aufgesucht wird.
Meldungen
17.10.2017

Darf man als Tabakhersteller Bilder von rauchenden Menschen auf der eigenen Website veröffentlichen? Offenbar nicht, wie ein Spruch des Karlsruher Bundesgerichtshof nun zeigt.

Vinzenz Weissbacher (Agentur a/fund), Mag. Markus Reiter (Geschäftsführer neunerhaus), Mag. Silvia Polan (Corporate Affairs & Communication Manager, JTI Austria), Stephanie Kienmayer, MA (Communications & Employer Branding Coordinator, JTI Austria)
Meldungen
03.10.2017

Für das neunerhaus Café in den neu eröffneten neunerhaus Räumlichkeiten werden Sozialarbeit-Stunden für Menschen in Krisensituationen finanziert, mit dem Ziel, Probleme zu lösen, bevor diese ...

Die neuen Hauser-Eigentümer Michael und Susanne Moosmayr auf der Messe.
Meldungen
29.09.2017

Das Traditionsunternehmen Hauser mit Sitz in Augsburg, bekannt als Großhändler für Raucherbedarfsartikel, wechselt seine Besitzer. Die Gesellschafter geben ihre Anteile an die Moosmayr Holding ...

Werbung