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Offensichtlich muss die Branche richtig laut werden, um im Finanzministerium gehört zu werden.

Mail- und Faxbombe an das Finanzministerium

24.04.2017

Die bisherigen Gespräche im Finanzministerium zur Anhebung der Mindesthandelsspanne zum 1. Juli 2017 sind ergebnislos verlaufen. Das Bundes- sowie die Landesgremien der Trafikanten fordern nun dazu auf, dem säumigen Finanzministerium so richtig Gas zu geben. 

Die vom Bundesgremium der Tabaktrafikanten vorgelegte Lösung zur Anhebung der Spanne wurde vom Finanzministerium abgelehnt. Per 1. April 2017 ist die Mindesthandelsspanne weiter abgesunken, folglich ist ein schnelles Handeln seitens der Politik zwingend erforderlich. Am Mittwoch, den 26. April 2017, findet die nächste Verhandlungsrunde im Finanzministerium statt. Bis dahin sollen möglichst zahlreiche Schreiben dem Finanzminister deutlich aufzeigen, dass die TrafikantInnen um ihre Existenz kämpfen, weil die Politik sich nicht auf eine Unterstützung einigen kann.

Daher ruft Bundesgremialobmann Josef Prirschl alle TrafikantInnen auf, in Emails oder per Fax an Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling der Forderung nach einer höheren Mindesthandelsspanne Nachdruck zu verleihen. Unter dem Betreff: „Herr Finanzminister Schelling, lassen Sie unsere Trafiken nicht sterben!“ sollen die Schreiben per Email an Hans-Joerg.Schelling@bmf.gv.at oder per Fax an 01 51433 5900007 abgeschickt werden.

Für Bundesgremialobmann Josef Prirschl liegen die Versäumnisse bei der Politik: „Uns Trafikanten reicht es! Seit Jahren verschlechtern sich die Rahmenbedingungen und nehmen existenzbedrohende Auswirkungen an. Wir bieten behinderten Menschen Arbeitsplätze und sind oftmals die letzten Nahversorger. Trotzdem erhalten wir keine Unterstützung von den politischen Vertretern. Ganz im Gegenteil: das wirtschaftliche Auskommen wird uns immer schwerer gemacht. Die Tabaksteuer steigt zwar, aber gleichzeitig sinkt unsere Spanne, seit 2010 ist die Nettohandelsspanne für Tabakfachgeschäfte um über 10 Prozent zurückgegangen. Wenn nicht JETZT den Forderungen der Berufsvertretung nachgekommen wird, dann stehen weitere 900 Trafiken unmittelbar vor der Schließung. Dagegen müssen wir uns wehren und JETZT HANDELN!“

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