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Das Cima-Werk war schon vor dem Neubau nicht gerade klein ...

Marie-Hersteller Cima verdoppelt seine Produktionsfläche

22.10.2014

Made in Austria: Im oberösterreichischen St. Peter werden mittlerweile auf rund 7.000 Quadratmetern Drehpapiere für die ganze Welt gefertigt. (mh)

Seit Oktober 2014 stehen rund 7.000 Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung.
GF Christian Hinz: "Die Feinschnittbesteuerung ist auf dem falschen Weg."

Erst 2008 hatte man zuletzt die Produktionsfläche verdoppelt und war sicher gewesen, damit für viele Jahre das Auslangen zu finden. Schon 2012 musste jedoch mit der Planung für den weiteren Ausbau begonnen werden, dessen Eröffnung am 10. Oktober 2014 gefeiert werden durfte.

Neue Halle, neue Arbeitsplätze
Die Halle wird auf rund 3.500 Quadratmetern großteils neue Produktionsanlagen beherbergen, die in gerader Linie aufgebaut schneller laufen können als in abgewinkelter Anordnung. Eine neue Maschine zur Produktion von Doppelbücheln ist bereits in Betrieb, weitere wie die Magnetbüchel-Maschine werden bald folgen. Einfach war der Bau jedoch nicht – die ebene Fläche musste auf der Hügelkuppe mittels 4.500 LKW-Ladungen mit 59.000 Kubikmetern Erde erst aufgeschüttet werden.
Parallel dazu hat sich die Anzahl der Mitarbeiter von 85 auf 160 fast verdoppelt. „An solchen Integrationsaufgaben sind schon viele Unternehmen gescheitert – die Cima nicht!“ betonte Geschäftsführer Christian Hinz die Sonderstellung des oberösterreichischen Werkes. Auch die Festredner aus der Politik lobten das Unternehmen als „Top-Ten-Betrieb der erfolgreichen Region Rohrbach“ sowie als „emissionsfreien Vorzeigebetrieb, der gute Arbeitsplätze für Ort und Region bereitstellt“.

Kritik an Feinschnittbesteuerung
Bei allem Feiern fand Herr Hinz jedoch auch kritische Worte: „Wir haben zwar eine Exportquote von 98 Prozent, aber viele Menschen leben auch vom Binnenmarkt, den wir in Österreich mit unserer Marke Marie bedienen. Dazu bringen unsere Produkte dem Großhandel sowie den Trafikanten eine schöne Marge. Wir investieren hier 10 Mio. Euro und schaffen Arbeitsplätze, und zum Dank bekommen wir ein Steuermodell für Feinschnitt, das nach den Wünschen einer Tabakindustrie erstellt wurde, welche in den vergangenen Jahren alle Produktionsstandorte in Österreich dichtgemacht hat. Übertriebene Feinschnittbesteuerung ist ein Schuss, der nach hinten losgeht: Feinschnitt ist nun mal ein Halbfertigprodukt – da dürfen Preis und Steuerhöhe nicht auf einem Niveau mit Fabrikszigaretten liegen. Sonst verliert der Feinschnitt eine wichtige Funktion: preisbewusste oder knapp kalkulierende Raucher im inlandsbesteuerten Tabakmarkt zu halten. Und das wirkt sich dann auch auf die profitablen Raucherbedarfsprodukte wie Hülsen, Filter und Drehpapiere negativ aus.“

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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