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Wie schon in Down Under werden die grauslichen Packungen keinen einzigen Raucher abschrecken. Man tut´s trotzdem ...

Markenlose Schockpackungen für die Iren

04.03.2015

Als erstes europäisches Land hat Irland nun die Einführung von plain packaging beschlossen. Großbritannien will bald nachfolgen.

In Irland werden künftig markenneutrale Zigarettenpackungen mit großen Schockbildern und Textwarnungen eingeführt. Diese de-facto-Enteignung der Tabakkonzerne wird vom Minister für Kinder und Jugendangelegenheiten James Reilly damit begründet, dass "Kinder damit davon abgehalten werden sollen, jemals mit dem Rauchen zu beginnen". Reilly gibt zu, vom Beispiel Australien inspiriert worden zu sein, ist aber stolz darauf, dass man in Europa nun Vorreiter bei Plain Packaging sei: "Die Einführung der Standardpackung wird den Tabakfirmen die Möglichkeit nehmen, ihr tödliches Produkt zu bewerben."

Als erstes Tabakunternehmen hat JTI über seinen Sprecher das kommende Gesetz als "unmäßig, ungerechtfertigt und verfassungswidrig" bezeichnet und juristische Schritte angekündigt. Dazu fehlten glaubhafte Nachweise, dass diese Maßnahme Voteile für die öffentliche Gesundheit bringe.
Minister Reilly hält dies für einen Erpressungsversuch und sieht den Klagen, die wohl auch von anderen Tabakherstellern angestrengt werden, gelassen entgegen: "Die Regierung ist dazu bereit, nach Einführung der neuen Regelung diese vor Gericht zu vertreten."

In Australien hat plain packaging zu Preisverfall und Schmuggelanstieg gesorgt. Ein Problem, das Irland ohnehin aktuell in großem Ausmaß hat – schon 2013 waren mehr als 28% der in Irland gerauchten Zigaretten nicht dort versteuert worden.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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