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Mit dem Rollstuhl in den Nationalpark

22.06.2015

Ein Kooperationsprojekt von JTI Austria und der Alpenvereinssektion Großkirchheim-Heiligenblut erschließt eine einzigartige Naturlandschaft auch für Menschen mit körperlichen Behinderungen

Über die neue Brücke kommen Rollstühle sogar mit Hilfsmotor, wie man sieht.
Nach getaner Arbeit und "Erstbefahrung" des Weges mit Rollstühlen wurde zünftig gefeiert.

Mitten im Nationalpark Hohe Tauern, im kärntner Astental, liegt das Sadnighaus. Es war 2001 von der Alpenvereinssektion Großkirchheim-Heiligenblut erworben und 2003 rollstuhlgerecht umgebaut worden. Die Wanderwege rundum waren jedoch nicht für Rollies geeignet – speziell die alte und schmale Brücke zum Astner Moos war eine regelrechte Sperre, auch „Kuhschleusen“ und manche Wegpassagen waren für Rollstuhlfahrer kaum passierbar.

Kooperation JTI & OeAV
Seit 2014 läuft deshalb eine Zusammenarbeit zwischen dem Alpenverein und Japan Tobacco, „um die einzigartige Bergwelt des Astner Mooses auch für Menschen mit Körperbehinderung erlebbar zu machen“ wie OeAV-Sektionsobmann Ernst Rieger lobt. Der Neubau der Brücke, der Umbau von Kuhschleusen und das Schottern der Wege sollen ein Steckenbleiben mit dem Rollstuhl nun erfolgreich verhindern.
Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria, erklärt die Motivation seines Unternehmens: „Unser großes Ziel ist es, Menschen mit Handicap die österreichische Bergwelt und Natur besser zugänglich zu machen. JTI Austria sieht eine besondere Verpflichtung im Bereich der Behindertengleichstellung in Österreich, zumal in der Berufsgruppe der Trafikanten rund 50% Menschen mit Behinderungen leben. Alpenlandschaften sind ein wichtiges Stück österreichischer Identität und das Bewegen in diesen einzigartigen Naturräumen ist ein Erlebnis für Jung und Alt. Derzeit bleibt diese Möglichkeit jedoch vielen Menschen mit Behinderung und eingeschränkter Mobilität verschlossen. Wir möchten mit unserem Engagement ein Zeichen setzen und die Gebirgslandschaften des Nationalparks Hohe Tauern grenzenlos erlebbar machen.“

Feierliche Eröffnung
Im Beisein des Mörtschacher Bürgermeisters Richard Unterreiner, Wegeobmann Anton Suntinger, OeAV-Sektionschef Rieger, dem KOBV vertreten durch Präsident Mag. Michael Svoboda sowie die Vizepräsidenten Ulrike Prager und Franz Groschan und natürlich Ralf-Wolfgang Lothert wurde der rollstuhlgerechte Wanderweg seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Rollstuhlfahrer unter den Eröffnungsgästen stellten den Sinn der geleisteten Arbeiten unter Beweis.
Das JTI-Engagement sowie die Zusammenarbeit mit dem Alpenverein sind damit aber nicht beendet: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Umgebung rund um das Sadnighaus auszubauen und noch weitere Ausflugs- und Wanderziele für Menschen im Rollstuhl zu schaffen.“, sind sich Ernst Rieger und Ralf-Wolfgang Lothert einig.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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