Direkt zum Inhalt

Neues beim Förderwesen für Neutrafikanten

10.12.2019

Statt „vielleicht“ und der Unsicherheit über die Förderhöhe gibt es nun klarere Vergabekriterien über Förderungen der unterschiedlichsten Stellen.

"Das Förderwesen war bisher ein ziemlich undurchsichtiges Flickwerk“, erklärt KOBV-Präsident Michael Svoboda. „Speziell behinderte Trafikwerber kannten vorab die Förderhöhe nicht, was bei der Finanzierung mangels entsprechender Bonität große Probleme verursachte und häufig den Einstieg in die Selbstständigkeit verhinderte.“
„Die Monopolverwaltung soll eine Trafik bei mehreren ­vorzugsberechtigten ­Werbern ja an den bedürftigsten vergeben“, schildert MVG-Chef Hannes Hofer aus der Vergabepraxis. „Da der Bedürftigste aber oft wenig oder kein eigenes Geld hat und die Banken mangels Sicherheiten übervorsichtig waren, scheiterte das Prinzip häufig schon hier an der Realität.“ 

Neuregelung der Förderung

Dieser gordische Knoten konnte nun in Zusammenarbeit zwischen KOBV, der MVG und dem Sozialministerium durchschlagen werden: Die „Ablöse neu“ stellt den exakten Wert des Tabakfachgeschäfts fest, wodurch die Höhe der Förderung für ein bestimmtes Geschäft bereits vorab geklärt werden kann. Die Monopolverwaltung schickt das Wertgutachten dafür direkt an das fördernde Sozialministerium. Gefördert wird dabei maximal die Hälfte der Ablöse für das Geschäft - ohne Warenlager. Die Förderung ist mit derzeit 26.200 Euro gedeckelt; damit wird für jedes Geschäft mit einer reinen Geschäftsablöse von mehr als 53.000 Euro die volle maximale Förderhöhe ausbezahlt.
Die Banken wiederum behandeln eine fixe Förderzusage mit konkreter Förderhöhe wie Eigenkapital, was zusammen mit der aus dem Ablöse-Gutachten bekannten Ertragskraft der zu übernehmenden Trafik die Kreditvergabe erleichtert. „Das ist gerade für Vorzugsberechtigte besonders wichtig, weil für viele am freien Arbeitsmarkt unvermittelbare Menschen die eigene Trafik quasi der letzte Rettungsanker ist“, findet Svoboda ausschließlich lobende Worte für die Neuregelung.

Starthilfe als Trafikant

Das Arbeitsmarktservice AMS hat zugesagt, bei vorliegender Arbeitslosigkeit die Teilnahmegebühr für die Akademie zu fördern – es könne aber noch ein wenig dauern, bis sich das zu allen Betreuern in allen Landesstellen durchgesprochen hat. Ebenfalls vom AMS und aus dem Topf der Gründerbeihilfen kann bis zu zwei Monate lang das Arbeitslosengeld in jeweiliger Höhe bezogen werden – keine schlechte Hilfe, bis das Geschäft einigermaßen läuft.
Aus dem Solifonds stehen nicht rückzahlbare 10.000 Euro für die Erstbevorratung mit Tabakwaren bereit.

 

Den vollständigen Artikel können Sie ab 13. Dezember in der druckfrischen Trafikantenzeitung nachlesen.

Werbung

Weiterführende Themen

Meldungen
03.03.2020

Am 3. März luden MVG und Bundesgremium zur Jahresrückschau – mit speziellem Fokus auf die Auswirkungen des Gastro-Rauchverbots.

Johann Gallée (r.) hat das Importgeschäft von Marlies und Wolfgang Held übernommen und nach NÖ verlegt.
Meldungen
10.12.2019

Der bisherige Außendienstmann Johann Gallée hat den Cigarren-Import von der Familie Held übernommen.

Meldungen
19.09.2019

Das Produktangebot der Trafiken verändert sich in rasendem Tempo. Doch wie viele Trafikanten bauen dafür auch um?

Meldungen
14.08.2019

Ein Kollege fordert, eine höhere Handelsspanne einzuklagen. Doch wie geht es eigentlich den Trafikanten?

Meldungen
17.06.2019

Zahlt sich ein Bankomat auch für eine kleine Trafik aus? Ja, meint ein Trafikant. 

Werbung