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Viel Lob für das Unternehmerserviceportal: BM Maria Fekter und WK-Chef Christoph Leitl

Neues E-Government Portal: Unternehmer sparen Zeit und Geld

21.09.2012

Das Finanzministerium startet mit dem Unternehmensserviceportal (USP) eine neue zentrale Service-Website für die Wirtschaft. Damit sind erstmals alle Behördengänge im Internet zu erledigen.

Info-Video des BMF: Das neue USP

Bundesministerin Maria Fekter hat sich persönlich Zeit genommen, um die neue E-Government-Errungenschaft der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu der von ihr anberaumten Pressekonferenz am 21.9. in Wien hat sie neben Staatssekretär Andreas Schieder auch Wirtschaftskammerboss Christoph Leitl mitgebracht, der gleich zu Beginn der Veranstaltung augenzwinkernd betonte, wie selten sich die Wirtschaft über Neuerungen aus dem Finanzministerium freuen kann. Diesmal jedoch, so Leitl, sei er aber „gerne hierher gekommen und voll des Lobes für das USP“, denn es bringe tatsächlich enorme Erleichterungen für Unternehmer.

 

USP soll Unternehmerleben erleichtern

Unternehmen benötigen fortan nur noch ein Portal für alle Behördenwege zum Bund und zum Auffinden von Informationen. Des Weiteren stehen im USP eine Formulardatenbank sowie eine Suchfunktion zum Ermitteln der jeweils zuständigen Behörde zur Verfügung. „Das USP ermöglicht es Unternehmen, allen Melde- und Informationspflichten gerecht zu werden“, erläuterte Finanzministerin Maria Fekter. Erklärtes Ziel sei es, jene Aufgaben, die die Betriebe für den Staat erbringen müssen, zu vereinfachen, zu verbessern und damit Kosten zu sparen. Staatssekretär Andreas Schieder unterstrich diese Aussagen mit Zahlenwerk: Der bürokratische Aufwand bedeutet für Unternehmen ein hohes Maß an zeitlichen und finanziellen Belastungen. 230 Millionen Mal pro Jahr erfüllen Betriebe in Österreich eine der 5.700 bundesrechtlichen Informationsverpflichtungen gegenüber Behörden oder Dritten. Mit dem USP ändert sich das, so Schieder. 2006 hat die Bundesregierung die Initiative „Verwaltungskosten senken für Unternehmen“ gestartet, mit der Österreichs Unternehmen bis 2012 um mehr als eine Milliarde Euro entlastet werden sollen. Eine wesentliche Maßnahme dabei stellt das USP dar. Das jährliche Einsparungspotenzial des Portals für Unternehmen liege deshalb bei bis zu 300 Millionen Euro, wie Schieder betonte.

 

Leitl fordert Senkung der Lohnnebenkosten

„Ich wäre nicht ich“, sagte WKO-Präsident Christoph Leitl nach seiner Lobeshymne auf das USP, „wenn ich nicht auch noch ein paar Wünsche mitgebracht hätte“, und begann Maria Fekter drei Anliegen für die Zukunft zu diktieren: Die Einführung der elektronischen Rechnung, vor allem im Business-to-Business-Bereich, würde Einsparungen in Milliardenhöhe bringen, so Leitl. Zweitens forderte er, Unternehmensgründungen als One-Stop-Shop Lösung möglich zu machen. Als dritten Wunsch hätte der Wirtschaftskammerpräsident noch gerne die Lohnnebenkosten gesenkt und via Pauschalbetrag über das USP abgewickelt, was die Finanzministerin mit einem milden Lächeln quittierte. Ob Leitls Wunsch nach geringeren Lohnnebenkosten so bald in Erfüllung geht, darf also angezweifelt werden. Klar ist hingegen, dass das USP weiter ausgebaut wird und zwar durchaus in die von Leitl geforderte Richtung. Der Fokus liegt auf der Optimierung von Meldeprozessen und der Vermeidung von Mehrfachmeldungen. Beispielsweise sollen Stammdaten eines Unternehmens zentral über das USP geändert werden können. Weitere Schwerpunkte sind die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern sowie die Etablierung eines durchgängig elektronischen Meldeprozesses zwischen Unternehmen und Verwaltung.

 

www.usp.gv.at

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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