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MVG-Chef Hannes Hofer und der Großteils der Mitarbeiter schupfen den Laden derzeit hauptsächlich aus dem home-office.

News aus der Monopolverwaltung

14.04.2020

Wir haben bei MVG-Geschäftsführer ­Hannes Hofer nachgefragt, wie es in der Krise bei den Trafiken aussieht.

Die Trafikensuche-App geht von der Kartenumgebung ausgehend immer mehr ins Detail und zeigt auch die Öffnungszeiten der jeweiligen Trafik an.

Schon im Vorfeld der Geschäftsschließungen hatte sich die MVG organisatorisch sowie bei den Kapazitäten auf die nahende Ausnahmesituation eingestellt - mit dem zu erwartenden höheren Kontaktaufkommen an Hotlines, home-office für das Personal und stetem Kontakthalten zu den wichtigen Playern der Tabakbranche. Diese Vorbereitung sollte sich rasch bezahlt machen: Die Möglichkeit, Änderungen der Öffnungszeiten (verpflichtend) zu kommunizieren sowie in einigen Fällen auch die Schließung von Tabakfachgeschäften bekannt zu geben, wurden stark genutzt.

Trafiksuche-App

Die App selbst ließ die Monopolverwaltung neu programmieren, um den Kunden den Weg zur nächsten Trafik oder zum nächstgelegenen Zigarettenautomaten so leicht und kurz wie möglich zu machen. Viel Arbeit steckt derzeit in der täglich vorgenommenen Aktualisierung der Öffnungszeiten – umso wichtiger ist die zeitnahe Meldung von Änderungen an office@mvg.at, wie Monopolchef Hofer betont: „Das Melden der Öffnungszeiten ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern gibt den Kunden der Trafiken Orientierung.“ Nicht zuletzt liegt die Meldung auch im Interesse jedes Trafikanten, sollen nicht enttäuschte Kunden vor einem überraschend geschlossenen Geschäft stehen.
In den jeweiligen Appstores für An­droid und iOS kann die App unter dem Suchbegriff „Trafikensuche“ gefunden und kostenlos heruntergeladen werden. Online ist sie direkt auf www.mvg.at zu finden und zu nutzen.

So sieht es „an der Front“ aus

Im Vorfeld der sonstigen Geschäftsschließungen hatte es in den heimischen Trafiken durch die auch bei Tabakwaren gemachten Hamsterkäufe einen signifikanten Anstieg von Kundenfrequenz und Umsätzen gegeben. Mit dem Umstieg vieler Menschen auf Homeoffice, dem vorzeitigen Ende der Tourismussaison und dem Schließen von Flughäfen etc. änderte sich die Situation ins Gegenteil: Frequenz und Umsätze brachen stark ein oder fielen quasi weg. Nun sind es die Stammkunden, die für vergleichsweise stabile Verhältnisse sorgen. Häufig ist auch zu hören, dass deren Tabakwarenkonsum gestiegen ist: Anders als in Büros herrscht in Privatwohnungen ja kein Rauchverbot.

Zahlen und Fakten

Mit Stand 31. März 2020 sind bei der MVG rund 1.150 Meldungen von Tabakfachgeschäften eingegangen: 1.100 Fachgeschäfte (fast die Hälfte) haben ihre Öffnungszeiten der aktuellen Situation angepasst, also verkürzt. Und bislang 52 Tabakfachgeschäfte – mit 29 Trafiken vorrangig in W/NÖ/B – haben ihre Schließung aus Frequenz- oder Gesundheitsgründen bekannt gegeben, von denen aber 36 Trafiken ihre Automaten weiterhin befüllen. Die flächendeckende Versorgung bleibt also gegeben.
Bei den Verkaufsstellen sieht die Sache anders aus: Hier ist nur zum Offenhalten berechtigt, wer dies auch aufgrund seines Hauptgewerbes darf – konkret bleiben nur Lebensmittel- und Drogeriegeschäfte sowie einige wenige andere Branchen mit verbundener Trafik offen. In Zahlen sind das rund 2.100 von 2.947 Tabakverkaufsstellen. Die Tabakumsätze geschlossener Verkaufsstellen wiederum wandern meist zu benachbarten Fachgeschäften.

Der Markt im März

Der aus Großhandelssicht tolle März verdient eine nähere Betrachtung: Bevorratungen der Trafikanten angesichts der angekündigten, doch letztlich abgesagten Preiserhöhungen sowie Hamsterkäufe der Konsumenten vor den Geschäftsschließungen sorgten für einen Boom, der die Verluste durch das Gastro-Rauchverbot egalisiert hätte. Was von diesem letztlich übrig geblieben ist und auf welche Situation man sich einstellen muss werden wohl erst die April-Zahlen zeigen.

 

Den vollständigen Artikel können Sie ab 17. April in der druckfrischen Printausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.

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