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Nikotinpflaster werden zwar von Ärzten gerne zur Raucherentwöhnung verschrieben, ihre Wirkung ist aber nach einer neuen Studie bestenfalls zweifelhaft

Nikotinpflaster „effizient“ wie Placebo

18.03.2014

Französische Forscher haben untersucht, ob sich Nikotinpflaster zur Raucherentwöhnung bei Schwangeren eignen. Die Ergebnisse sind desaströs. (British Medical Journal, mh)

Eine Forschergruppe rund um Dr. Ivan Berlin vom Hopital La Pitié de la Salpetrière hatte 400 schwangere Raucherinnen in ihre Studie aufgenommen. Neben medizinischen Beratungen erhielten die Probandinnen der Studiengruppen entweder ein Nikotinpflaster oder Placebo. Nikotinpflaster werden starken Raucherinnen regelmäßig zur Entwöhnung während der Schwangerschaft empfohlen und verschrieben – umso gespannter durfte man auf das Studienergebnis sein.

Überprüftes Nichtrauchen
Im Zuge der Studie wurden die Frauen regelmäßig über die Einhaltung ihrer Nichtraucher-Vorsätze befragt. Zusätzlich wurde über die Messung des CO-Gehalts der Atemluft festgestellt, ob die Teilnehmerinnen rückfällig geworden waren.

Wirkungslos, aber teuer
Die Auswertung zu Studienende brachte ein enttäuschendes Ergebnis: Von der Gruppe mit Nikotinpflaster rauchten knappe 5,5 Prozent bis zur Entbindung nicht mehr, aus der Placebo-Gruppe 5,1 Prozent.  Der Unterschied liegt damit in der statistischen Schwankungsbreite und zeigt keine erhöhte Effizienz des Nikotinpflasters auf.

Eine Wirkung hatte dieses aber sehr wohl: Die Frauen der Nikotingruppe wiesen einen tendenziell höheren Blutdruck auf.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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