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Statt hoher Türschwelle und schmaler Eingangstür ...

Obligatorische Barrierefreiheit

15.10.2015

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes werden 2016 auch private Geschäftsinhaber zur Minimierung jeglicher Barrieren verpflichtet.

... überzeugt diese Trafik nun durch eine leichte Rampe sowie ein breiteres Portal.

Wobei grundsätzlich das Prinzip gilt „Wo kein Kläger, da kein Richter.“ Es ist aber jeder Behinderte berechtigt, auf Diskriminierung zu klagen, wenn ihm der Zugang zu sowie die per Gesetz definierte Bewegungsfreiheit in einem Geschäft versagt bleibt.
Dafür reichen schon Stiegen, höhere Türschwellen, zu enge oder von außen nicht öffenbare Türen sowie ein derart zugestelltes Geschäft, dass der Wendekreis für einen Rollstuhl zu knapp wird.

Machbarkeit
Das Gesetz zielt dabei aber auch auf die Durchführbarkeit sowie Zumutbarkeit von Umbauten ab: Bei Altbauten mit mehreren Stufen wird Rolli-Tauglichkeit schwer umsetzbar sein und auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Betriebsinhabers wird ins Kalkül gezogen.
Die Mindestvoraussetzungen lassen sich aber auch ohne viel Kapitaleinsatz erfüllen. Das Markieren von Stufen, Regalabstände von mindestens 90 Zentimetern und beispielsweise die Installation einer Glocke, mit der um Unterstützung geläutet werden kann, können von jedem Geschäftsbetreiber bewerkstelligt werden.

Förderungen
Wirtschaftskammer und Sozialministerium bieten Fördermöglichkeiten für einschlägige Investitionen. Und auch aus dem Topf des Solidaritätsfonds können behinderte Neotrafikanten schöpfen – allerdings bei einem Selbstbehalt von mindestens 5.000 Euro und bis zu einem Gesamtbetrag von 30.000 Euro.

 

Selbstcheck

Bei der Beurteilung der individuellen Situation reicht es oft schon, sich in die Lage eines Rollstuhlfahrers, einer alten Dame mit Rollator oder einer Mutter mit Kinderwagen zu versetzen – etwaige „Baustellen“ werden dann rasch klar. Und auf der Website www.barriere-check.at kann jeder Geschäftsinhaber mit Maßband und ein paar Minuten Zeit überprüfen, wo in seinem Lokal Handlungsbedarf besteht.

Den vollständigen Artikel finden Sie ab 16. Oktober in der aktuellen Ausgabe der Trafikantenzeitung.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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