Direkt zum Inhalt
NRAbg. Peter Wurm (FPÖ) sowie Parteikollegen und der vormalige Chef der Monopolverwaltung haben eine Wunschliste zusammengetragen ...

Petition für Raucher und Trafikanten

25.03.2014

Einmal mehr bringt die oppositionelle FPÖ einen Katalog von Forderungen ein. Einige Punkte werden schon seit längerem allgemein gefordert, andere widersprechen schon auf den ersten Blick geltendem EU-Recht oder sind zumindest höchst unrealistisch. (FPÖ, mh)

Eine Erhöhung der Einzelhandelsspanne auf 18 Prozent für Inhaber von Tabakfachgeschäften und 10 Prozent für Verkaufsstellen sowie ein Inflationsschutz der Spanne wären ein warmer Regen in Zeiten der Dürre – allerdings wehrt sich die Politik ja schon vehement gegen eine prozentuelle gesetzliche Anbindung der Spanne an die Tabaksteuer.
Die geforderte Deckelung des Steueranteils auf 50 Prozent des Konsumentenpreises sowie die Rücknahme (oder Aussetzung) der Preiserhöhungen wird wohl schon alleine am Finanzbedarf der Republik scheitern. An dem die Handlungsweise der ehemals blauen Kärntner Landesregierung – Stichwort Hypo – vielen Kommentatoren zufolge keinen geringen Anteil hat.
Die „lückenlose Kontrolle des Tabakwarenimports nach Österreich“ würde eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen gegenüber EU-Nachbarländern bedeuten – wofür ganz offenkundig weder politischer Wille, noch Personal oder Geld vorhanden sind. Schließlich ist schon die 800- oder nun gegenüber Ungarn geltende 300-Stück-Regelung ein Papiertiger, der aufgrund des Fehlens von Kontrollen zahnlos bleibt.

Ja, gerne, aber …
Der „exklusive Vertrieb von Rauchersatzprodukten wie der E-Zigarette“ durch die Trafikanten wäre eindeutig zu begrüßen – dieses Marktsegment unterliegt derzeit allerdings keiner gesetzlichen Regelung. Trafikanten dürfen diese Produkte zwar (nicht exklusiv) führen, bekanntlich aber keine nikotinhaltigen Liquids anbieten (was interessanter Weise nicht zu den FPÖ-Forderungen gehört).
Die Idee der Ausweitung des Zahlungsziels gegenüber dem Großhandel auf 14 Tage ist nicht eben neu. Bislang scheiterte sie an Widerständen aus Politik und Wirtschaft, wobei dieser Verlängerung selbst zahlreiche Trafikanten nur einen kurzfristigen Liquiditätseffekt zubilligen.

EU-rechtswidrig
Die Wiedereinführung der 200-Stück-Regelung für Grenzübertritte widerspräche so offensichtlich geltendem Recht, dass sie ebenso kurzfristig wie teuer wäre – schließlich wäre ein Vertragsverletzungsverfahren sicher.

 

Link:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00011/fnameorig_343139.html

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Landesobmann Pichler und sein Vize Wolfgang Streißnig am Rednerpult.
Meldungen
19.10.2016

Am 16. Oktober fand in Pörtschach der Kärntner Trafikantentag statt - wir waren für Sie vor Ort.

Bei 62 Prozent blieb der Personlstand gleich, rund doppelt soviele Trafikanten haben aber Personal abgebaut statt aufgestockt.
Meldungen
19.09.2016

Die Anzahl der Mitarbeiter ist ein guter Indikator dafür, wie es einem Geschäft geht. Wir wollten deshalb wissen, ob und in welche Richtung sich Ihr Personalstand in diesem Jahr verändert hat.

Mag. Stefan Pinter sieht die neuen Packungen nicht als Gefahr für den Markt. Beim Thema Tabaksteuer verfolgt PMI einen eigenen Weg.
Meldungen
19.08.2016

Mag. Stefan Pinter, Unternehmenssprecher von Philip Morris Austria, im Gespräch rund um TPD2 und die anstehende Diskussion um die Neuausrichtung der Tabaksteuer.

65 Prozent der Befragten würden jungen Menschen eher oder ganz davon abraten, eine Trafik zu übernehmen.
Meldungen
17.05.2016

Die Umfragen von MVG-Chef Hofer auf Fachgruppentagen zeigen, dass immer mehr Trafikanten jungen Menschen davon abraten würden, diesen Berufsweg einzuschlagen. Wir haben selbst nachgefragt.

36 Prozent der 202 Umfrageteilnehmer stehen jede Woche mehr als 50 Stunden im Geschäft, weitere 38 Prozent arbeiten bis zu 50 Wochenstunden.
Meldungen
19.04.2016

Eine Trafik wird landläufig ja gerne als „Gelddruckerei“ gesehen – der Arbeitsaufwand wird dabei geflissentlich übersehen. Wir haben nachgefragt, wie lange Trafikanten im Geschäft stehen.

Werbung