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Die Parlamentarier haben die Erhöhung der Tabaksteuer und damit auch die höheren Zigarettenpreise kurzfristig in den Oktober dieses Jahres verschoben.

Preiserhöhung für Zigaretten auf Herbst verschoben

20.03.2020

Das österreichische Parlament hat das aktuelle Tabaksteuermodell vom 1. April auf den 1. Oktober 2020 verschoben. Die bereits verkündeten Preiserhöhungen für Zigaretten und andere Tabakprodukte werden damit wohl ebenfalls oder zumindest mehrheitlich verschoben.

Es wäre für die Trafikanten und die Tabakwirtschaft zu schön um wahr zu sein gewesen - für den 1. bzw. 14. April hatte sich eine Preiserhöhung von fast durchgehend 20 Cent pro Zigarettenpackung abgezeichnet. Und nun ist alles anders: Die Bundesregierung hat die höhere Tabaksteuer verschoben, um angesichts von hoch schnellenden Arbeitslosenzahlen, vermutlich hunderttausendfacher Kurzarbeit und der allgemein belastenden Situation rund um die Corona-Krise keine weiteren Aufreger und Belastungen zu liefern: "Im Hinblick auf die durch die Verbreitung des COVID-19 entstehenden wirtschaftlichen Folgen sollen Belastungen von Konsumentinnen und Konsumenten sowie von Wirtschaftsbeteiligten durch eine Anhebung der Tabaksteuer vorerst vermieden werden."

Notgedrungenes Verständnis des Bundesgremiums

Bundesgremialobmann Josef Prirschl meint dazu: „Wir haben jahrelang für dieses Modell gekämpft und verstehen aber, dass in Krisenzeiten wie wir sie aktuell erleben, die Menschen nicht auch noch mit höheren Steuern belastet werden sollen. Nur aus diesem Aspekt heraus, trägt das Bundesgremium die Entscheidung der Bundesregierung mit.“

MVG-Chef Hannes Hofer kommentiert die Verschiebung ebenfalls: „Unsere gewohnten Mechanismen und gelebten Strategien verlieren derzeit im Alltag wie auch im Trafikwesen vorübergehend ihre Gültigkeit.“

Hoffen wir also auf den Herbst ...

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