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Das Geschäft mit dem Tabak ist ein hervorragendes - für alle, außer die Raucher.

Rauchen: ein finanziell todsicheres Geschäft

14.09.2015

Nein, Raucher verursachen bei weitem nicht jene Kosten, die ihnen gern angedichtet werden. Sie zahlen mehr ein und benötigen weniger.

Alle Raucher zahlen brav Tabaksteuer ein, sterben früher und kassieren deutlich kürzer ihre Pension. Zu diesem Schluss waren bereits Schweizer und niederländische Studien gekommen siehe Trafikantenzeitung 9_2013; http://www.trafikantenzeitung.at/raucher-gewinn-oder-verlustgeschaeft-fuer-den-staat-128798.html.
Nun haben die Wissenschaftler Prof. Dr. Wigger und Florian Steidl des Karlsruher Instituts für Technologie konkrete Rechnungen für Deutschland angestellt. Das Ergebnis vorweg: „Das Rauchen entlastet die Sozialversicherten und Steuerzahler – weitere Tabaksteuererhöhungen lassen sich daher aus bloßer Kostenperspektive schwer rechtfertigen."

Kosten und Nutzeffekte
Medizinische Behandlungskosten von Raucherkrankheiten werden mit 65 Mrd. Euro pro Jahr angesetzt. Erwerbsminderungsrenten, Dienstunfähigkeit und Witwenpensionen schlagen mit weiteren 92,4 Mrd. Euro zu Buche. Die Kosten der Tabakabhängigkeit liegen damit bei 157,4 Milliarden Euro.
Laut Studien sterben Raucher rund 12 Jahre, Raucherinnen 11 Jahre früher als Nichtraucher. Diese kürzere Dauer des Pensionsbezugs erspart deutschen Rentenkassen jährlich 158,4 und dem Staat 35,5 Milliarden Euro an Beamtenpensionen, die nicht ausgezahlt werden müssen.
Auch die rund 14 Milliarden Euro an Tabaksteuer dürfen nicht vergessen werden, welche Raucher in Deutschland Jahr für Jahr in die Kassen des Finanzministers spülen.
Tabak und Raucher sind also ein hervorragendes Nettogeschäft, das seine Kosten weit mehr als nur hereinspielt. Die Ergebnisse unserer Nachbarn lassen sich auf die österreichische Situation recht verlässlich – nur um den Faktor 8–10 verkleinert – umlegen.  MH, Spiegel Online

 

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/tabakrauchen-raucher-entlasten-die-sozialkassen-studie-a-1050858.html

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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