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Mit dieser vermutlich selbst gebauten Saucierungstrommel wurde tonnenweise Rohtabak für die weitere Verarbeitung vorbereitet.

Rekordaufgriff: Zoll stellt 32 Tonnen Tabak sicher

07.12.2018

Am 16. November 2018 konnten Beamte des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien im Raum St. Pölten 32 Tonnen Rauchtabak sicherstellen. Der Verkaufswert für fertige Zigaretten in Österreich wäre mehr als 7,2 Mio. Euro und die hinterzogenen Steuern würden knapp 5,6 Mio. Euro betragen. 

Von außen deutete nichts an Halle oder Gelände auf eine Tabakfabrik hin.
Im Inneren stapelten sich in Form von unbehandeltem Rohtabak und sauciertem Tabak insgesamt 32 Tonnen.

Mit der vorgefundenen Menge an Tabak wäre es den Tätern möglich gewesen, knapp 32 Mio. Stück Zigaretten bzw. 160.000 Stangen herzustellen (1 Gramm Tabak reicht grob gerechnet für eine Zigarette). Zum Vergleich: Im Jahr 2017 wurden insgesamt 7,2 Mio. Zigaretten durch den Zoll sichergestellt. Das bedeutet,  alleine mit diesem Aufgriff wird dieser Wert um mehr als das Vierfache übertroffen. Der letzte vergleichbare Fall geht auf das Jahr 2007 zurück, als in Maria Ellend 20,1 Tonnen Tabak sichergestellt wurden.

„Größter Schlag gegen Zigarettenmafia“

„Das ist der bisher größte Schlag gegen die organisierte Zigarettenmafia, die wie ein international tätiger Konzern grenzübergreifend agiert. Unsere Zöllner haben großartige Arbeit geleistet. Dieser Aufgriff ist nur durch ihren professionellen und entschlossenen Einsatz möglich“, so Finanzminister Hartwig Löger.

Neue Masche soll Behörden Ermittlungen erschweren

Durch eine neue Verschleierungstaktik wird versucht, die Behörden in die Irre zu leiten: Die verschiedenen Arbeitsschritte der verbotenen Herstellung von Zigaretten werden voneinander getrennt und die Täter hoffen auf diese Art und Weise, mit geringerem Schaden davonzukommen. Durch die internationale Zusammenarbeit und das schnelle Handeln des österreichischen Zolls konnte diese illegale Vorgangsweise erfolgreich vereitelt werden.

Durch wochenlange und detailreiche Ermittlungen wurden die Zöllner auf den Lagerort in Niederösterreich aufmerksam. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde unter Leitung der Zollfahndung eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der zwei polnische Staatsangehörige angetroffen wurden, die gerade mit der Behandlung (Aromatisieren, Trocknen, Pressen und Verladen) des Tabaks beschäftigt waren. Im Zuge dieser Kontrolle konnte auch ein LKW, der gerade in der Halle für den Weitertransport des Tabaks vorbereitet wurde, sichergestellt werden. Neben dem Tabak wurden auch Zusatzstoffe für die Aromatisierung (ua. Rum, Zucker, Kakaopulver) als auch die Maschine, die dafür verwendet wurde, beschlagnahmt.

Gesamtumschlagsmenge von ca. 300 Tonnen vermutet

Die weiteren Ermittlungen haben ergeben, dass der unversteuerte Tabak aus Belgien und Polen nach Österreich geliefert und nach der Bearbeitung in Kleinmengen weiter nach Lettland gebracht wird. Aufgrund der Aussagen der polnischen Mittäter gehen die Zollbeamten von einer Gesamtumschlagsmenge von ca. 300 Tonnen aus. Weitere Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den internationalen Behörden sollen den Sachverhalt lückenlos aufklären.

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