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So können die ehemals eleganten Kistchen bald aussehen, wenn die Ausnahme für Cigarren nicht vom Gesetzgeber genutzt wird.

Schockbilder auf Cigarren

13.10.2015

Spät, aber doch, sind auch die Arbeiten an der Implementierung der Tabakprodukterichtlinie in österreichisches Recht weit gediehen. Die Industrie verlangt allerdings noch umfangreiche Änderungen des Referentenentwurfs.

Auch nach dem Aufklappen der Scheußlichkeit soll dem Genießer noch die Lust vergehen.
Der typische junge Cigarrenraucher (???) muss wirklich von jeder Seite vor sich selbst geschützt werden. Übrigens: Die Deutschen kämpfen mit dem gleichen Problem ...

Mit 22. September dieses Jahres lag der Referentenentwurf des federführenden Gesundheitsministeriums nun vor. Wie jede Richtlinie definiert auch die TPD2 Mindesterfordernisse – die Nationalstaaten können diese erfüllen oder auch darüber hinaus gehen. Angesichts der weitgehenden Überreglementierung des Themas Tabak sind diese Spielräume ohnehin schon nicht gerade groß und sollten gerade deshalb genutzt werden. Leider ist das Gegenteil der Fall.

Schockbilder auf Cigarren
Zu den nicht genutzten Spielräumen zählt nach derzeitigem Stand die Braunware. Die Richtlinie stellt es nämlich frei, Produkte wie Cigarren und Zigarillos von der Verpflichtung zu großen und grauslichen Bildwarnhinweisen auszunehmen. Dies wird freigestellt, solange der typische Konsument dieser Produkte kein junger Erwachsener ist oder diese Produkte einen Anteil von 10% am Gesamtmarkt überschreiten – wovon derzeit keine Rede sein kann.
In der zu befürchtenden Realität würde das bedeuten, dass auch die liebevoll gestalteten Holzkistchen hochwertiger und teurer Longfiller künftig beidseitig mit Schockbildern sowie innen mit einem Textwarnhinweis beklebt sein müssen. Angesichts einer Zielgruppe, die eher über 40 und mündig, ganz sicher aber nicht jugendlich und schutzbedürftig ist, kann die Notwendigkeit einer solchen Übererfüllung der Richtlinie nicht nachvollzogen werden.

Den vollständigen Artikel können Sie ab 16. Oktober in der jüngsten Ausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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