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Sozialplan für Austria Tabak

29.08.2011

Der Sozialplan für die 320 von der Schließung der Austria Tabak-Produktion betroffenen Beschäftigten ist ausverhandelt: Wichtigste Eckpunkte sind eine über die gesetzliche Abfertigung hinausgehende freiwillige Abfertigung sowie die Einrichtung einer Arbeitsstiftung. Die Gewerkschaft Pro-Ge, die den Sozialplan mitverhandelt hat, fordert nun das Land Niederösterreich auf, sich an der Finanzierung der Arbeitsstiftung zu beteiligen.

Von Seiten der Stadt Wien werde die Arbeitsstiftung über den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) mitgetragen werden, auch das Land Oberösterreich habe die betroffenen Mitarbeiter nach der Schließung des Austria Tabak Werks in Linz vor einigen Jahren finanziell unterstützt: "Daran könnte sich der für die Landesfinanzen in Niederösterreich zuständige LHStv. Sobotka auch ein Beispiel nehmen", meinen Franz Rigler, Branchensekretär der PRO-GE, und Helga Fichtinger, Wirtschaftsbereichssekretärin in der GPA-djp. Diesbezüglich stärke der Zuspruch des "an den Verhandlungen Unbeteiligten" NÖAAB-Obmann und LHStv. Wolfgang Sobotka zum guten Verhandlungsergebnis der Betriebsräte und ihrer Gewerkschaften "die Hoffnung, dass sich auch das Land Niederösterreich im Interesse der Betroffenen noch an der Dotierung der Arbeitsstiftung beteiligen wird".

 

  Das Aus für die Zigarettenproduktion in Österreich wurde im heurigen Mai vom japanischen Mutterkonzern erklärt. Die 1784 gegründete Austria Tabak gehört heute zum japanischen Tabakkonzern Japan Tobacco. 2001 wurde Austria Tabak vom britischen Konzern Gallaher übernommen, 2007 wurde Gallaher - und damit auch die Austria Tabak - von Japan Tobacco übernommen und in die Tochter JTI integriert.

 

   Die letzte Zigarette "Made in Austria" werde in Hainburg gegen Ende des Jahres produziert, derzeit laufe die Produktion noch, so ein Unternehmenssprecher. Die Schließung der Zigarettenproduktion in Hainburg betreffe alle 240 Beschäftigten an dem niederösterreichischen Standort. In Wien werden bis zu 80 Leute abgebaut, und zwar in drei Phasen bis zum Jahr 2014. Beschäftigt bleiben 500 Mitarbeiter, die in Wien für die Marktorganisation für den Tabakkonzern JTI tätig sein werden. Das Unternehmen habe die Finanzierung der Arbeitsstiftung ermöglicht. Nun werde noch vom Betriebsrat und der Gewerkschaft versucht, weitere Financiers mit ins Boot zu holen.

Autor/in:
Redaktion Trafikantenzeitung
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