Direkt zum Inhalt

Tabak ab 18 Jahren läuft offenbar problemlos

24.01.2019

Die Umstellung der Zigarettenautomaten auf die Alterskontrolle „ab 18 Jahre“ wurde zeitgerecht und gut abgeschlossen.

Mit dem Frühjahr 2018 war absehbar, dass eine Anhebung des Alterslimits für den Kauf von Tabakwaren von 16 auf 18 Jahre kommen würde. Schließlich inkludierte die Politik in die seit 1. Mai 2018 geltende Novelle des TNRSG (Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz) im § 2a aber auch verwandte Produkte wie E-Zigaretten, E-Shishas etc. ungeachtet der Frage, ob diese Nikotin enthalten. Das Verkaufsverbot gilt nun seit 1. Jänner 2019.

Das Automatenproblem

Für die praktische Umsetzung der Alterskontrolle am Zigarettenautomaten musste sowohl in ein NFC-Modul investiert werden (rund 1.000-1.200 Euro pro Automat), als auch ein Abfragevertrag mit dem einzigen Anbieter Six Payment Services geschlossen werden.

Die Hardware-Aufrüstung war seit Sommer 2018  von den wichtigsten Anbietern tobaccoland und Uko vorangetrieben worden, Philip-Morris-Partner Ostermeier hatte seine noch jungen Geräte gleich vorab mit NFC-Modul ausgeliefert.

Sorgen bestanden angesichts der Frage, ob alle Trafikanten mit Automat rechtzeitig den Abfragevertrag mit Six abgeschlossen hatten, weshalb Automatenprovider, Wirtschaftskammer und Monopolverwaltung zu diesem Thema Ende November/Anfang Dezember nochmals ihre diesbezügliche Kommunikation verstärkt hatten.

Reibungsloser Übergang

„Die Umstellung hat viel besser funktioniert als bei der Einführung der Alterskontrolle am Zigarettenautomaten.“ fasst Wien-Obmann und stellvertretender Bundesgremialobmann Andreas Schiefer zusammen. „Gelegentlich hat es noch Probleme mit Kunden gegeben, die ihre Bankomatkarte noch nie freigeschaltet, also zumindest einmal bei bargeldloser Zahlung ihren Code eingegeben hatten. Das ist mir sogar selbst passiert. Durch den aufwändigeren Abfrageprozess der Alterskontrolle dauert die Freischaltung auch etwas länger als früher. Da viele Konsumenten nicht das Display ablesen glauben sie dann, es funktioniert nicht. Aber die Kunden lernen schnell.“

Auch auf Seite der MVG ist man mit der Automatenumstellung zufrieden. Es habe lediglich ein paar Fälle gegeben, bei denen die Altersabfrage aus technischen Gründen gar nicht funktioniert habe, was rasch behoben wurde. Einige Trafikanten haben auf die Aufrüstung alter Geräte verzichtet, diese aber auch außer Betrieb genommen. Insgesamt sei die Einführung der Altersabfrage am Zigarettenautomaten bundesweit sehr sauber abgelaufen.

 

Den vollständigen Artikel können Sie ab 22. Februar 2019 in der druckfrischen Ausgabe der Trafikantenzeitung nachlesen.

Autor/in:
Matthias Hauptmann
Werbung

Weiterführende Themen

Schiefer hat sein Geschäft unübersehbar als Marie-Standort gekennzeichnet. Das große Geschäft lässt derzeit noch auf sich warten - doch der Wien-Obmann nutzt die Zeit, selbst mit dem Angebot vertraut zu werden.
Meldungen
17.08.2021

Wien-Obmann Andreas Schiefer führt eine der 15 Test-Trafiken mit Marie, dem Konto aus der Trafik. Wir haben ihn dazu sowie zu zahlreichen anderen Themen interviewt.

Die Monopolstellenleiterin für Tirol und Vorarlberg, Helga Rom (HR), sowie der oberösterreichische Landesgremialobmann Erwin Kerschbaummayr (EK) bilden die Arbeitsgruppe Kunden und haben zum Thema „Wohlfühlatmosphäre in Trafiken“ eine Umfrage ausgesendet, in der nach der Bereitschaft der Trafikanten gefragt wurde, das eigene Rauchen sowie jenes der Mitarbeiter für die Kunden zu unterlassen.
Meldungen
17.05.2021

Die von MVG und Bundesgremium gemeinsam ausgesendete mehrstufige Umfrage durfte sich über enorme Teilnehmerzahlen freuen und brachte als Ergebnis zwei sehr unterschiedliche Standpunkte. Wir haben ...

Die Höhe von Geldstrafen richtet sich nach dem monatlichen Durchschnitt des Jahrestabakumsatzes - wer besser verdient zahlt auch mehr.
Meldungen
28.04.2021

Gelegentlich ist von Strafen der MVG zu hören, die gegen Trafikanten verhängt werden. Doch was wird wie und in welcher Höhe bestraft? Wir haben beim Prokuristen und Monopolstellenleiter für Wien, ...

Andreas Schiefer hat für das eigene Geschäft neue Ideen wie die vom Zigarettenregal getrennte Wand mit den Shishatabaken. Im Hinblick auf neue Konzepte fehlt ihm aber sowohl bei Trafikanten wie Monopolverwaltung die Gesprächsbereitschaft.
Meldungen
15.03.2021

... stellt Wien-Obmann Andreas Schiefer der MVG, aber auch den eigenen Berufskollegen die Rute ins Fenster.

Andreas Schiefer (stvtr. Bundesobmann, Wien-Chef), Josef Prirschl (Bundesgremialobmann) und Otmar Schwarzenbohler (stvtr. Bundesobmann, stvtr. Landesobmann NÖ) bilden erneut die Führungsriege der Tabaktrafikanten in Österreich.
Meldungen
20.11.2020

Die Wahl erfolgte schon im Frühjahr 2020, durch Corona und den ersten Lockdown verschob sich aber die konstituierende Sitzung in den November. Personell bleibt an der Spitze ohenhin alles wie ...

Werbung